Meister schon bei vorletzten GT-Masters-Läufen?

Die Saison 2017 des ADAC GT Masters ist bereits in zehn Tagen vorbei. Am kommenden Wochenende gastiert Deutschlands GT3-Serie am Sachsenring, eine Woche später auf dem Hockenheimring. Bei den beiden Veranstaltungen mit jeweils zwei Läufen sind maximal noch 100 Meisterschaftspunkte zu holen. Für den Kampf um den Titel heißt dies, dass nicht weniger als 31 Fahrer die Chance haben, diesen zu gewinnen. Aber nicht alle dieser Piloten nehmen überhaupt an den Rennen teil. Die meisten von ihnen starten beim Finale des Blancpain GT Sprint Cups auf dem Nürburgring. Oftmals ist hier die Tabellenposition eine bessere, sodass ein Start in der Eifel sinnvoller ist. Allerdings sind diejenigen Fahrer, welche einspringen, keineswegs schlechte oder gar unbekannte. Bei Mücke Motorsport wird Lucas Auer von Eduardo Mortara ersetzt. Einen der Audis der Berliner Mannschaft pilotiert DTM-Fahrer Jamie Green. Bei Zakspeed klettert GT-Spezialist Yelmer Buurman hinter das Lenkrad des Mercedes mit der Nummer 20. Der aktuelle Tabellenführer Jules Gounon wird zum wiederholten Male vom Niederländer Renger van der Zande unterstützt. Vor den Läufen elf und zwölf hat der Franzose 38 Punkte Vorsprung. Gelingt es ihm, diesen am Wochenende auf 50 oder mehr Zähler auszubauen, wäre er bereits vor den beiden Rennen im Badischen Meister. Dies hat es in der bisherigen Geschichte des ADAC GT Masters noch nicht gegeben. 

Der Livestream zeigt am Samstag und Sonntag wie gewohnt das Qualifying kurz nach neun, ebenso wie auch Sport1 um 13:00 die Rennen. 

Zwei starke Neue in der GT3-Klasse

Mit dem am Wochenende stattfindenden sechsten Lauf zur Langstrecken-Meisterschaft hat die VLN bereits über die Hälfte der diesjährigen Rennen absolviert. Das 40. RCN DMV Grenzlandrennen läutet die zweite Saisonhälfte ein und geht wieder über die gewohnte Renndistanz von vier Stunden.

Am Samstag Mittag starten laut vorläufiger Teilnehmerliste 159 Fahrzeuge in den verschiedenen Klassen. Eine derer, die SP9, vereint die schnellsten und somit gesamtsiegfähigen GT3-Autos. Unter ihnen gibt es zwei interessante Premieren. Der aus dem ADAC GT Masters bekannte Mercedes AMG GT von Mücke Motorsport nimmt erstmals die Nordschleife des Nürburgrings unter die Räder. Hinter dem Lenkrad werden sich Christian Hohenadel und Edoardo Mordara die Arbeit teilen. Ebenfalls zum ersten Mal bei einem VLN-Lauf  am Start sein wird der Ferrari 488 GT3 der Schweizer Mannschaft Octane 126. Diese verfügt allerdings schon über Nordschleifen-Erfahrung, nahmen sie doch am Qualifikationsrennen vor dem 24h-Rennen teil. Das Team aus der Ferrari Challenge konnte im April diesen Jahres sogar Führungskilometer sammeln. Die beiden Neulinge treten gegen fünfzehn Klassengegner mit viel Nordschleifen-Erfahrung an. Von den sechs Porsche werden erneut zwei von Klaus Abbelen an den Start gestellt, von Manthey Racing sogar drei und einer von Falken Motorsport. Beim Team aus Bahrweiler teilt sich Daniel Keilwitz die Startnummer 31 mit Norbert Siedler. Der BMW M6 des Pneu-Produzenten ist an diesem Wochenende nicht zu sehen. Alle drei Sportcoupés aus München bringt Henry Walkenhorst mit in die Eifel. Dabei ist auch nicht mehr neu, dass eines der Drei ein Z4 sein wird. Die Audi-Fahnen halten Car Collection, Phoenix Racing und Land Motorsport hoch, wobei auffällt, das beim Meuspather Team Frank Stippler ohne Partner auf der Teilnehmerliste steht. Ebenfalls als Einzelkämpfer wird Maximilian Götz im Haribo-Mercedes aufgeführt. Bei Black Falcon und Mücke Motorsport sind es zwei Piloten, bei Landgraf Motorsport sogar drei. 

Wie der Falken-BMW wird  auch der Wochenspiegel-Ferrari nicht mit von der Partie sein. Georg Weiss lässt seinen 488 nach dem 24-Stunden-Rennen am letzten Wochenende im heimischen Monschau. In Portimão belegte der Teamchef mit Jochen Krumbach, Oliver Kainz und Nico Menzel den zweiten Platz.

In der Klasse SPX startet noch ein weiteres GT3-Auto. Nämlich der BMW M6 des Schnitzer-Teams. Allerdings ist dieser mit Neuteilen und Upgrades für das kommende Modelljahr ausgerüstet. Da diese Teile und Änderungen noch nicht homologiert sind, ist das Fahrzeug nicht in der Kategorie der GT3-Autos genannt. Pilotiert wird es vom alleine antretenden Philipp Eng. Der Autobauer aus München möchte mit der Mannschaft aus Freilassing die Evolutionsstufe des Sportcoupés testen, die ab nächstem Jahr als ‚BMW M6 GT3 Evo‘ käuflich zu erwerben sein wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit bereits vorhandene Fahrzeuge mit den neuen Teilen aufzurüsten.

Womöglich gilt es erneut den Manthey-Porsche mit der Nummer 911 zu schlagen. Zumindest wird dieser wieder ganz vorne mitfahren.  Den beiden Franzosen Romain Dumas und Patrick Pilet stehen in diesem Jahr bereits drei Gesamtsiege zu Buche. Die gesamte Veranstaltung wird wieder wie bisher vom Start des Qualifyings bis zur Siegerehrung im Stream live zu verfolgen sein.

Trotz weniger Autos viele Marken

Auf das letzte August-Wochenende hat die holländische Creventic-Gruppe das 24-Stunden-Rennen in Portimão gelegt. Dieses bildet das Finale der „24-Series powered by Hankook“, da die noch folgenden Veranstaltungen nicht zu dieser Meisterschaft zählen. 

Das Feld, welches am Nachmittag des Samstags auf die Reise zweimal rund um die Uhr geht, besteht aus drei Gruppen. Insgesamt stehen 25 Rennfahrzeuge auf der Start-Ziel-Geraden des 4,692 km langen Kurses an der Algarve. Die Hälfte des Feldes ist in der Klasse A6 gemeldet. Dies sind die GT3-Autos plus die beiden Renault RS01 FGT3 von GP Extreme und der Vortex V8. Zwei Audi R8, zwei Porsche, zwei Lamborghini Huracán, zwei Ferrari 488 und ein Mercedes GT bieten Markenvielfalt in der stärksten Kategorie. Letzterer wird von Titelverteidiger Hofor Racing eingesetzt, die die Tabellenspitze erneut inne und gute Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung haben. Einen der beiden italienischen Sportwagen mit dem springenden Pferd im Wappen kennt man von der Nordschleife. Die Sieger des dritten VLN-Laufs bestreiten ihr zweites Rennen zweimal um die Uhr mit dem Ferrari. Der Wochenspiegel-Ferrari von Georg Weiss trägt dabei die Startnummer 488. Hinter dem Lenkrad wechselt sich der Teamchef  mit Jochen Krumbach, Oliver Kainz und Nico Menzel ab.

Alle weiteren Infos und den Livestream gibt’s auf www.24hseries.com

Kämpfen ist angesagt in der VLN

Nachdem es am vergangenen Wochenende auf den meisten Rennstrecken ruhig war, ändert sich das an diesem. Die DTM ist mit all ihren Rahmenrennen in Zandvoort. Die WRC gastiert momentan in den Weinbergen an der Mosel. Im Saarland bestreiten die Rallye-Piloten den zehnten von dreizehn WM-Läufen. Thierry Neuville im Hyndai und Sebastian Ogier im Ford Fiesta liegen punktgleich an der Tabellenspitze.

Besonders laut wird es am Samstag in der Eifel. Die VLN meldet sich mit ihrem Saison-Highlight aus der Sommerpause zurück. Das ‚ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pakal-Rennen‘ ist nicht wie üblich nach vier Stunden beendet, sondern wird erst nach weiteren 50% abgewunken. Beim fünften Lauf des Jahres sind nicht weniger als 172 Fahrzeuge gemeldet. Davon treten sechzehn Autos in der Klasse SP9 der GT3-Fahrzeuge an. Die Meisten wurden in München produziert und hören fünf mal auf den Namen M6 GT3, ein Weiterer heißt Z4 GT3. Die Einsätze tätigen die bekannten Mannschaften von Falken Motorsport, Schubert Motorsport und Rowe Racing mit jeweils einem Coupé. Walkenhorst Motorsport zeichnet sich für zwei M6 und den etwas betagteren Z4 verantwortlich. Nur ein Exemplar weniger, nämlich deren fünf werden von einem im Heck platzierten 6-Zylinder-Boxer-Motor angetrieben. Falken Motorsport bringt wieder den Porsche 911 GT3 R mit, Manthey Racing und Frikadelli Racing sogar jeweils beide. Aufgrund des Testlaufs von Mercedes mit zwei der neuen GT4 auf Basis des AMG GT sind heuer nur Haribo Racing, Black Falcon und Landgraf Motorsport mit  je einem Supersportwagen aus Affalterbach anwesend. Die zwei Audis von Phoenix Racing und Land Motorsport werden ebenfalls um den Gesamtsieg kämpfen. Beide Mittelmotor-Sportwagen sind top besetzt. Die zwei Piloten, die Wolfgang Land hinters Lenkrad lässt, sind die amtierenden Meister des ADAC GT Masters. 

Die beiden Autos der Scuderia Cameron Glickenhaus sind in der Teilnehmerliste erneut nicht zu finden. Auch GT3-Fahrzeuge, die nicht in Deutschland gebaut wurden, sucht man vergebens. Die in der SPX-Kategorie aufgeführten beiden GT4-Mercedes und der Porsche Cayman GT4 CS MR von Manthey Racing werden wohl nicht das Tempo der schnelleren GT3-Autos mitgehen können. Somit wird der Gesamtsieg definitiv an ein Team aus der SP9-Klasse gehen. Allerdings wird dieser aufgrund der vollen Strecke und der längeren Renndistanz hart erkämpft werden müssen.

ADAC GT Masters zu Gast in der Eifel

An diesem Wochenende gastiert das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring. Hier trägt die erfolgreichste nationale GT3-Serie ihre Läufe neun und zehn aus. Befahren werden die 3,629 km der verkürzten Variante der Grand-Prix-Strecke. Nach den beiden Veranstaltungen in Österreich und in den Niederlanden liegt das Corvette-Duo Daniel Keilwitz und Jules Gounon weiterhin an der Spitze der Tabelle. Allerdings bekommt der Franzose wie schon bei den Läufen an der Nordsee einen anderen Teamkollegen. Selbiges widerfuhr auch Philipp Eng, der momentan den dritten Tabellenplatz besetzt, in Zandvoort. Auf dem Nürburgring wird er wieder von Nicky Catsburg unterstützt und ersetzt damit erneut Ricky Collard. Eine Veränderung bietet sich jedoch im Fahrzeug von Callaway Competition. Diesmal hilft Albert Costa beim Ausbau der Tabellenführung von Jules Gounon. Der Stammfahrer des 22-jährigen fällt weiterhin aufgrund seiner Verletzung aus. Daniel Keilwitz hatte bei den Vortests zum 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps einen heftigen Einschlag mit dem Rinaldi-Ferrari in der Blanchimont-Kurve. Dabei zog er sich Brüche am linken Bein zu. Sein Ausfall heißt für das GT Masters trotzdem weiterhin spannende Rennen. Der Sieger des Rennens zweimal um die Uhr in Belgien letztes Wochenende und die Privatmannschaft Callaway Competition befinden sich auf dem besten Weg, die Meisterschaft in dieser Saison zu gewinnen.

Das ADAC GT Masters ist zurück

Das ADAC GT Masters ist zurück aus der sechs Wochen andauernden Sommerpause. An diesem Wochenende findet der siebte und achte Lauf der Saison statt. Nach dem Rennen am Samstag ist die Hälfte der Saison vorüber. Auf den ersten Auftritt in Österreich folgt gleich der zweite im benachbarten Ausland. Dieses Mal treffen sich die Teams des GT Masters in den Niederlanden. Auf dem Kurs von Zanvoort direkt an der Nordsee werden wieder zwei spannende Rennen erwartet. 

Die erwartete Spannung ist nicht unbegründet. Denn es gibt Änderungen bei den Fahrerpaarungen, welche derzeit die Tabelle anführen. Daniel Keilwitz kann aufgrund einer Verletzung nicht in die Callaway Corvette steigen. Er wird durch Renger van der Zande vertreten und Jules Gounon helfen, dessen erste Position in der Fahrerwertung zu verteidigen. Auch die beiden an zweiter Stelle geführten Fahrer des BMW M6 der Schnitzer-Mannschaft treten nicht gemeinsam an. Philipp Eng wird ebenfalls von einem Niederländer ersetzt. Nicky Catsburg wird das Cockpit einmal an Ricky Collard übergeben und ein weiteres Mal von ihm übernehmen. Die beiden „Neuen“ kennen und mögen die Strecke in den holländischen Dünen sehr. Gemocht wird der anspruchsvolle Kurs direkt am Wasser übrigens vom gesamten Fahrerfeld. Somit dürfen definitiv zwei spannende Rennen bei sommerlichen Wetter zu erwarten sein.

Nach Le Mans ist die WEC in der Eifel

An diesem Wochenende trifft sich die Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring. In der Eifel absolviert die WEC ihren vierten Lauf. Dieser ist der nach dem Jahres-Highlight in Le Mans. Auch hier sind bis auf den dritten LMP1-Toyota alle Fahrzeuge am Start, die auch in Frankreich fuhren. Mit Spannung wird wieder das Duell zwischen Porsche und Toyota erwartet. Die Stuttgarter verbauen erstmals das Low-Downforce-Paket an ihre beiden Prototypen. Die Japaner schraubten dieses bereits beim Saison-Auftakt in Silverstone an, verfügen also schon über Erfahrungen mit ebendiesem. Porsche wiederum ließ die Aerodynamik-Teile erst nach dem 24-Stunden-Rennen von der FIA homologieren. Unterhalb der Nürburg rollen alle LMP1-Autos mit dem Aero-Paket für kurvige Strecken an den Start. Ist dieser erfolgt, gilt es nach sechs Stunden der Schnellste gewesen zu sein. In der GTE bleibt noch zu beachten, dass Aston Martin trotz seines Le-Mans-Sieg zwanzig Kilogramm ausladen darf. Die Konkurrenz von Ford hingegen muß dieselbe Masse in ihre GTs einladen.

Erwartet wird erneut ein hochklassiges Event mit über 60.000 Zuschauern beim Rennen. Anschließend zieht die WEC weiter nach Mexiko und bestreitet in diesem Jahr keinen Lauf mehr auf europäischem Boden. Trotz der Siege in Rennen eins und zwei des Toyotas von Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Anthony Davidson führt der Porsche mit der Startnummer zwei. Durch den Sieg an der Sarthe, für den es die doppelte Punktzahl gab, liegen Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley an der Tabellenspitze.

Mercedes-AMG 2018 in Le Mans

Die 85. Auflage des Langstreckenklassikers im französischen Süden ist Geschichte, doch die Nachrichten im Anschluss sind teils erschreckend. So hieß es wenige Tage nach dem Rennen Toyota würde aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft aussteigen. Dies wurde zwar mittlerweile dementiert, jedoch machen jetzt aktuell Gerüchte die Runde, Porsche werde sein LMP1-Engagement zum Ende diesen Jahres beenden. Es spricht derzeit mehr dafür als dagegen. Während die große Prototypen-Kategorie also kurz vor dem Ende stehen könnte, boomt die GTE-Klasse. Hier duellieren sich mit Aston Martin, Corvette (nur in Le Mans), Ford, Ferrari und Porsche vier, beim Jahres-Highlight fünf Marken. Im nächsten Jahr kommt BMW dazu, McLaren sowie Lamborghini zeigen grosses Interesse und planen ihre Einstiege für 2019 und 2020. Beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen an der Sarthe lagen die GTE-Autos in der Pro-Kategorie nach über 23 Stunden so dicht beisammen, dass der Rennausgang nicht vorhersehbar war. Die zu dem Zeitpunkt in Führung liegende Corvette wurde am Ende nur Dritte hinter einem Ford GT. Gewonnen wurde das Rennen zweimal rund um die Uhr von Aston Martin. Der britische Sportwagen mit der Bezeichnung ‚Vantage GTE‘ fährt dieses Jahr seinen letzte Saison in der WEC.

Das siegreiche Fahrzeug bekommt 2018 einen Nachfolger. Der britische Sportwagen-Konstrukteur hat sich Anfang diesen Jahres für fünf weitere Jahre zur Langstrecken-Weltmeisterschaft bekannt. Bis einschließlich 2021 soll der neue Aston Martin Vantage, der auf einer verkürzten Plattform des neuen DB11-Modells basiert, für Siege sorgen. Dieser soll Ende diesen Jahres offiziell präsentiert werden. Aktuell befindet sich das neue GTE-Auto mitten in der Testphase und soll im August die ersten Testfahrten absolvieren. Wie schon Ford und Ferrari, momentan auch BMW, entwickeln auch die Engländer das Straßen- und das Rennfahrzeug parallel.

Seit Dezember 2013 gehören Mercedes-AMG fünf Prozent der britischen Sportwagenschmiede. Dies hat zur Folge, dass ab kommender Saison im Aston Martin Vantage GTE ein Motor aus Stuttgart für schnellen Vortrieb sorgt. Dies wird allerdings nicht der aus dem GT vermutete 6,3-Liter-Sauger, sondern ein V8-Biturbo mit 4,0 Liter Hubraum. Somit ist dann also auch Mercedes-AMG, obwohl der Stern nie zu sehen sein wird, in den Kampf der Weltmeisterschaftskrone in der GTE-Kategorie involviert.

Wieder mehr GT3-Autos am Start

Am Samstag trägt die VLN auf der Nordschleife des Nürburgrings ihren vierten Saisonlauf aus. Nachdem beim Rennen vor zwei Wochen nur acht GT3-Autos am Start standen, zählt die Klasse SP9 für die 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy drei Fahrzeuge mehr. Positiv anzusehen ist die Teilnahme von Falken Motorsport. Sie kommen sowohl mit ihrem Porsche als auch mit dem BMW M6. Ebenfalls wieder dabei die Mannschaft rund um Henry Walkenhorst. Auch sie haben wieder alle drei Autos in ihren Renntransportern. Nachdem beim dritten Lauf kein einziger GT3-BMW zugegen war, sind es bei dem Team aus der Nähe von Osnabrück wieder die beiden M6 sowie der Z4. Frikadelli Racing setzt erneut ihre beiden Porsche 911 GT3 R ein. In der Startnummer 31 wird Norbert Siedler von Frank Stippler unterstützt. Der 37-jährige arbeitet seit 2004 für Audi und startete in den letzten Jahren erfolgreich für Phoenix Racing. Die weiteren Teilnehmer in der Klasse SP9 sind zwei Porsche aus dem Hause Manthey Racing, der einzige Mercedes, wie schon beim dritten Lauf von Landgraf Motorsport und der Sieger aus ebendiesem Rennen, der Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3. Die beiden SCG003 der Scuderia Cameron Glickenhaus sind wieder nicht am Start, genauso wie die Bentleys von Abt, denen man im Vorfeld eine sich positiv auswirkende BoP-Änderung zugestand. Leider ist auch kein einziger Audi R8 LMS vertreten. Grund dafür ist eine Änderung der BoP-Einstufung, welche den Ingolstädter Sportwagen ein einbremst. Bleibt als einziges noch der Renault RS.0.1, der das Tempo der GT3-Autos noch mitbalten kann.

Mehr Breiten- als Profisport beim 3. VLN-Lauf

Am kommenden Samstag startet auf dem Nürburgring die VLN Langstrecken-Meisterschaft zum dritten Saisonlauf. Die Teilnehmerzahl ist beim Rennen nach dem 24h-Rennen bekanntermaßen immer etwas geringer. Diesmal sind es 146 eingeschriebene Fahrzeuge, wovon die meisten die der Klasse ‚Cup5‘ sind. Hier starten nicht weniger als zwanzig der identischen ‚BMW 235i Racing Cup‘-Autos. Darüber hinaus weist die Starterliste viele Fahrzeugen in den Klassen der Produktionswagen auf. Sowohl die Klasse V4 als auch die V5 zählt über ein Dutzend.

Erschreckend fällt jedoch auf, dass nur acht GT3-Autos beim 59. ADAC ACAS H&R-Cup am Start stehen werden. Darunter sind vier Porsche: beide Frikadelli-Autos und zwei von Manthey-Racing. Die gleiche Anzahl Fahrzeuge verteilt sich auf einen Mercedes AMG von Landgraf Motorsport, einen Land-Audi R8, den Wochenspiegel-Ferrari und den BMW Z4 von Walkenhorst Motorsport. Den Mittelmotor-Sportwagen lässt Wolfgang Land diesmal von Jeffrey Schmidt und Michael Ammermüller pilotieren. Der 31-jährige konnte in dieser Saison die ersten drei Läufe zum ‚Porsche Supercup‘ allesamt für sich entscheiden und führt folglich dort die Tabelle an. In dem etwas betagten BMW nimmt erneut Claudia Hürtgen hinterm Lenkrad Platz. Von den zehn BMW M6, die beim Rennen zweimal um die Uhr starteten, fehlt heuer jede Spur. Ebenso nicht dabei sein werden Teams wie Black Falcon, HTP Motorsport, Abt Sportsline, Phoenix Racing und Haribo Racing. Auch die beiden Prototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus, die das 24h-Rennen in den ersten Runden dominierten, treten nicht an. Allerdings wird der Renault R.S.01 aus der SPX-Kategorie wieder am Start sein und mit ihm in der selben Klasse der Porsche Cayman aus dem Hause Manthey Racing. Beide Autos sollen weiter verbessert werden und dafür Rennrunden abspulen und Daten sammeln. Für die VLN heisst es also an diesem Wochenende wieder mehr Breiten- als Profisport. 

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