Saisonstart der VLN

Mit der ’63. ADAC Westfalenfahrt‘ startet die VLN am kommenden Samstag in ihre 41. Saison. Wenige Tage vor dem ersten Lauf zählte die Entry-List fast 200 Einschreibungen – beim 24h-Rennen sind maximal 190 Starter zugelassen. An diesem letzten März-Wochenende weist die Teilnehmerliste 194 Fahrzeuge auf.

Der erste Eintrag, die Startnummer 3 auf jener Liste ist zugleich ein sehr interessanter Neuling. Zwar gab es in der vergangenen Saison einen Testlauf, dieses Jahr möchte Falken Motorsport den BMW M6 GT3 bei allen VLN-Rennen und dem 24h-Rennen an den Start bringen. Der bekannte mint-blaue Porsche des japanischen Reifen-Produzenten bleibt der Nordschleife uneingeschränkt erhalten. Diesen wird in diesem Jahr der neue Porsche-Werksfahrer, Laurens Vanthoor, pilotieren. 

Insgesamt starten am Samstag Mittag 34 GT3-Autos in das Rennen über vier Stunden. Zehn davon kommen aus München. Bis auf den BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport, in dem auch Claudia Hürtgen Platz nehmen wird, sind alle aktuelle M6 Coupés. Annähernd genauso viele, nämlich exakt neun Exemplare, haben einen Stern auf dem Kühlergrill. Mercedes-Benz beabsichtigt damit nichts anderes, als sich optimal auf eine Wiederholung des Sieges beim 24h-Rennen – 2016 gab es einen 4-fach-Erfolg – vorzubereiten. Die beiden weiteren deutschen GT3-Konstrukteure schicken je fünf ihrer Fahrzeuge in den ersten Saisonlauf. Ein Porsche wurde zu Anfang bereits erwähnt. Weitere drei kommen aus Meuspath von Manthey Racing, einer wie gewohnt aus Bahrweiler. Klaus Abbelen wird jedoch schon beim zweiten Rennen in zwei Wochen noch einen 911 GT3 R mitbringen. Bei Audi sind der belgischen WRT-Mannschaft und dem amtierenden GT-Masters-Team von Wolfgang Land Werksunterstützung beim 24h-Rennen zugesichert worden. Beide Rennställe haben zwei Einsatzfahrzeuge dabei. Phoenix Racing, nun auf sich allein gestellt, hat ein Auto vorbereitet. Das langjährige Audi-Team Abt ist mit zwei Bentley Continental GT vertreten. Die Briten möchten unbedingt beim Jahreshighlight siegreich sein und haben dafür sogar ihr Engagement im ADAC GT Masters gestrichen. Desweiteren werden ein Lamborghini Huracán (Konrad), ein Nissan GT-R Nismo (Zakspeed) und ein Ferrari 488 in der GT3-Klasse SP9 am Start stehen. Der italienische Mittelmotor-Sportwagen gehört Georg Weiss und wird von Rinaldi Racing betreut. 

Bis zum letzten Lauf des vergangenen Jahres war der 58-jährige Besitzer einer Druckerei der Marke Porsche treu und nahm die Unterstützung von Manthey Racing inkauf. Das Design wird dem das Wochenspiegel-Porsche gleich sein. Die neue Herausforderung wird das Fahrer-Quartett unverändert in Angriff nehmen. 

GT3-Klasse ist erneut Top-Kategorie

An diesem Wochenende trägt die holländische Creventic-Gruppe ihre zweite Veranstaltung in diesem Jahr aus. Dabei handelt es sich um das 12h-Rennen in Mugello, bei dem die Top-Kategorie erneut die GT3-Fahrzeuge bilden. Auf der Teilnehmerliste stehen in der Klasse A6 der GT3-Autos deren zwanzig. Sieben Mercedes AMG GT, vier Audi R8 LMS und drei Lamborghini Huracán, davon einer in Super-Trofeo-Konfiguration, treten an gegen zwei Ferrari 488, zwei Porsche 991 GT3 R und einen Renault RS01 FGT3. Verbleibt in der Aufzählung noch der Vortex V8 eines französischen Teams, der das Tempo der schnellsten Autos aber mitgehen dürfte. 

Das insgesamt 45 Autos zählende Feld wird komplettiert von den Startern in den weiteren Klassen. Dies sind die Klasse ‚991‘ der Cup-Porsche, die ‚SP2‘ für GT- und Silhouetten-Fahrzeuge und die ‚SP3‘ der GT4-Autos. Eine beachtliche Anzahl von TCR-Fahrzeugen startet in deren Klasse, sowie ein BMW M235i in der ‚Cup1‘ und noch einige Autos in der Klasse ‚A2‘.

Das Rennen wird in voller Länge und live im Stream auf 24hseries.com übertragen, aus Lärmschutzgründen aber geteilt. Heute wird von 14:00 bis 18:00 Uhr gefahren, morgen von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Die WRC in Mexiko

In diesen Tagen ist die WRC in Mexiko zu Gast. Hier trägt die Rallye-Weltmeisterschaft ihren dritten Saisonlauf aus. Es gibt im Starterfeld keine Veränderungen zur vorangegangenen Veranstaltung in Schweden. Anders sind jedoch die für die Mannschaften vorzufindenden Gegebenheiten – und das gravierend. War es in Monaco und in Schweden noch um null Grad Celsius, zeigt das Thermometer in Mexiko rund 30*C. Die Strecken liegen mehr als 2.500m über dem Meeresspiegel, was die Luft sehr dünn werden lässt. Dies hat zur Folge, dass die Motoren der Rallye-Boliden etwa ein Viertel an Leistung verlieren. Für die Fahrer bedeutet das, dasss sie ihren Fahrstil anpassen müssen. Er muss flüssiger sein, um immer wieder Schwung mitzunehmen. Denn die Beschleunigung aus Kurven und engen Ecken wird deutlich reduziert. 

Bei der ersten Rallye auf Schotter liegen die vier teilnehmenden Marken wieder sehr dicht beisammen. Nach dem Shakedown am ersten Veranstaltungstag lagen alle auf den ersten vier Rängen. Der aktuelle Stand, Chris Meeke im Citroën auf Platz eins und Thierry Neuville im Hyundai auf Rang drei, lässt vermuten, das sich nach dem dritten Lauf ein weiterer Fahrer in die 2017er Siegerliste einschreiben lassen darf.

Von Audi zu BMW

Der ehemalige DTM-Pilot Timo Scheider wechselt seinen Arbeitgeber. Nach sechzehn Jahren in der deutschen Tourenwagen-Serie trägt der 38-jährige nun das Emblem von BMW auf dem Rennoverall. Vor dem letzten Lauf in der abgelaufenen Saison teilte ihm Audi telefonisch mit, dass 2017 für ihn kein Cockpit mehr zur Verfügung stehe. Begonnen hat Timo Scheider seine DTM-Laufbahn bei Opel. Im Jahre 2006 wechselte er zu den Ingolstädtern, wo er 2008 und 2009 Meister wurde. Im Jahr 2005 pausierte er in der DTM, um im Team von Michael Bartels dessen Maserati in der FIA GT1-WM zu fahren. Am Saisonende war er Vize-Weltmeister und hatte das 24h-Rennen in Spa gewonnen. Seinerzeit war die GT1-Klasse in Belgien die Top-Kategorie.

Nun soll der ADAC-Motorsporter des Jahres 2008 seine gesamte Erfahrung bei den Münchnern einbringen. BMW wird mit nicht weniger als sechs GT3-M6 im Mai das 24h-Rennen auf dem Nürburgring angehen. Alle Fahrzeuge der Teams Schnitzer, Schubert und Rowe sind top-besetzt. Insgesamt verteilen sich 21 sehr BMW- und langstreckenerfahrene Piloten auf die Autos, welche mittlerweile ausgereifter sind als noch in der Premierensaison. 

Timo Scheider, dem aus Ingolstadt ein Jobangebot vorlag, zog es nach einigen Verhandlungen vor, nach München zu wechseln. Hier war das unterbreitete Angebot seiner Aussage nach interessanter. Nun wird er beim Jahreshighlight und bei einigen VLN-Läufen um Siege kämpfen. Parallel dazu engagiert sich Timo Scheider in diesem Jahr erstmals in der Rallyecross-Weltmeisterschaft. Hier steuert er dann einen Fiesta WRX des Teams MJP Racing , was zur Folge hat, dass er beim Qualifikationsrennen für das 24h-Rennen nicht mit von der Partie ist. Die geplante Teilnahme an den Läufen der ADAC TCR Germany mit dem eigenen Team wurde kürzlich annulliert. Der erworbene Audi RS3 LMS soll womöglich in dieser Saison vermietet werden.

Erster Sieg beim zweiten Start

Vor der zweiten Veranstaltung der Rallye-Weltmeisterschaft gab es hier keinen Vorbericht. Dies ist darin begründet, dass die einzige Neuigkeiten, die es zu vermelden gab, der erste Einsatz von Mads Östberg in dessen neuem Ford Fiesta WRC war. Nur beim nicht werksunterstützten Team M-Sport bot sich die Möglichkeit, ein aktuelles World Rallye Car zu erwerben. Und der Norweger fuhr am Donnerstagmorgen beim Shakedown der Rallye Schweden prompt die Bestzeit. Im Ziel lag er jedoch noch hinter einigen WRC2-Piloten auf Platz 15.

Als kleine Sensation darf wohl der Sieg von Toyota bezeichnet werden. Nach 17 Jahren sind die Japaner wieder in die Rallye-Weltmeisterschaft zurückgekehrt und belegten schon in den französischen Seealpen Rang zwei. Jari-Matti Latvala kletterte am 22. Januar Sebastian Ogier folgend auf die zweite Stufe des Siegerpodest. Am vergangenen Sonntag wurde ihm die Ehre zuteil, die mittlere und höchste Stufe des Podiums zu erklimmen. Bereits bei der zweiten Veranstaltung, an der Toyota teilnahm, könnte man den Sieg einfahren. Diese vor Saisonstart nicht erwarteten Ergebnisse der Japaner haben zur Folge, dass der 31-jährige Finne an der Tabellenspitze rangiert. Allgemein liegen die Leistungen der Fahrzeuge sehr dicht beisammen. Alle vier Werke agieren auf sehr ähnlichem Niveau. Leider spiegelt sich dies insbesondere bei Citroën und Hyundai aufgrund von Unfällen und anderen Zwischenfällen in den Ergebnisslisten nicht wider. Allerdings heißt dies, dass die folgenden Rallyes viel Spannung versprechen. Denn schon in Mexiko wollen sowohl die Koreaner als auch die Franzosen 25 Punkte für sich gutschreiben lassen.

Das 12-Stunden-Rennen in Australien 

Nach den äußerst spannenden und sehenswerten Rennen in Dubai und Daytona geht es an diesem Wochenende weiter. Auf der anderen Seite der Welt startet am Samstagabend unserer Zeit das 12-Stunden-Rennen von Bathurst. Dieses Rennen geht also verglichen mit den Vorangegangenen „nur“ über die halbe Distanz. Trotzdem wird es sich nicht hinter den beiden anderen Rennen verstecken müssen. Dies zeigt sich, wenn man auf die letzten Jahre zurückblickt. Ausgetragen wird das Rennen auf dem über sechs Kilometer langen Kurs zum 16. Mal. Doch erst seit 2011 gibt es eine Klasse für Autos nach GT3-Reglement. Die ‚Klasse A‘ ist in diesem Jahr mittlerweile dreigeteilt. Hier wird unterschieden in ‚Pro‘, ‚Pro-Am‘ und ‚Am‘. 2017 finden sich sage und schreibe 33 GT3-Fahrzeuge von neun Herstellern in der vorderen Hälfte der Startaufstellung wider. Die weiteren Klassen sind die der Cup-Porsche, der GT4-Autos und die der Gäste. Dies sind hauptsächlich in Australien bekannte Tourenwagen, welche die Herausforderung ebenfalls auf sich nehmen wollen. Insgesamt stehen dann am Samstagabend um 19:45 Uhr unserer Zeit 56 Rennfahrzeuge am Start. Diverse Internetportale zeigen dieses Rennen in voller Länge in deren Livestream.

Durch die Zeitverschiebung erfolgt der Start am Morgen in völliger Dunkelheit. Die Temperatur bewegt sich dann etwa bei 20’C, steigt über Tag allerdings auf circa 36’C. Erneut haben wieder viele uns bekannte Fahrer und Teams die lange Reise auf sich genommen, um im Schatten des Mount Panorama ein sehenswertes Rennen abzuliefern. Allen voran Christopher Mies, der bereits schon zweimal auf das oberste Treppchen steigen durfte. In den Jahren 2011 und 2012 war ihm dies möglich. In den Folgejahren hießen die Sieger immer anders. Der amtierende ADAC-GT-Masters-Meister saß beide Male in einem Mittelmotor-Sportwagen aus Ingolstadt. Vor vier Jahren überquerte der Mercedes SLS AMG GT3 von Bernd Schneider, Thomas Jäger und Alexander Roloff als Erster die Ziellinie. Ein Jahr später durfte sich eine Ferrari-Mannschaft in die Siegerlisten eintragen lassen, 2015 war es dann das Nissan-Team. Das Siegerfahrzeug im Vorjahr wurden in England entwickelt und trug den Namen McLaren 650S GT3. Somit gab es in sechs Ausgaben bereits fünf verschiedene Fabrikate, welche siegreich waren. 

Die Hälfte des Feldes sind GT3-Autos

Am kommenden Wochenende findet im US-Bundesstaat Florida ein weiteres prestigeträchtiges 24-Stunden-Rennen statt. Traditionell früh im Jahr stehen hier die „Rolex 24 houres of daytona“ an. Dies ist darin begründet, dass dann die Dunkelheit länger andauert. Die Strecke ist mit ihrer Kombination aus Oval und Infield für ein Sportwagen-Rennen einzigartig. Die 55. Auflage wartet mit 55 Teilnehmern auf, im Vorjahr bei der 54. Ausgabe standen 54 Fahrzeuge auf der Nennliste des Veranstalters. Die amerikanische IMSA-Serie eröffnet mit dem Rennen zweimal um die Uhr am atlantischen Ozean ihre Saison.

Seit diesem Jahr gilt für die Top-Kategorie der IMSA, die Daytona-Prototypen DPi, ein neues Reglement. Die gleichschnellen, jedoch aerodynamisch filigraneren LMP2 sind ebenfalls neu, weil auch der ACO neue Regeln ausschreibt. Keiner der Prototypen hat also je ein Rennen absolviert. Somit wird deren Erstes direkt ein extrem Hartes. 

In den GT-Klassen gibt es im Gegensatz wesentlich weniger Unbekannte. Wie in Le Mans starten in Daytona auch GT2- und GT3-Autos. Die Größere der beiden Sportwagen-Klassen, die GTLM, zählt elf Fahrzeuge. Ford beauftragt wieder sowohl das amerikanische Chip Canassi Team USA als auch das europäische Chip Canassi Team UK mit den Einsätzen je zweier Ford GT. Diese treten an gegen zwei Corvette C7.R, zwei BMW M6 GTLM, zwei der neuen Porsche 911 RSR und einen Ferrari 488 GTE. Die zwei Stuttgarter Le-Mans-GTs fahren im Südosten der USA ihr allererstes Rennen. 

Die GT3-Autos, der GTD-Kategorie der IMSA, bilden mit 27 Fahrzeugen von neun Herstellern den größten Teil des Starterfeldes. Das setzt sich zusammen aus acht Lamborghini Huracan GT3, fünf Porsche 911 GT3 R, drei Mercedes AMG GT3 und drei Audi R8 LMS GT3, zwei Ferrari 488 GT3, zwei Lexus RCF GT3 und einen BMW M6 GT3. Ebenfalls nur mit einem Auto vertritt Aston Martin seine Marke. Die Briten lassen ihren GT2-Boliden in der heimischen Garage und stellen für deren Werksfahrer einen Vantage GT3 bereit. Einer der Audi R8 LMS wird von Land Motorsport an den Start gebracht. 


Die amtierenden Meister des ADAC GT Masters, Connor De Phillippi und Christopher Mies, werden von Jules Gounon unterstützt. Beim Finale des GT Masters waren diese Fahrer noch Konkurrenten, jetzt erledigen sie die Lenkradarbeit beim ersten Start von Wolfgang Land in Florida gemeinsam. Weitere bekannte Fahrer steuern die Lamborghini von Konrad Motorsport und dem GRT Grasser Racing Team. Hier liest man Namen wie Marc Basseng, Luca Stolz, Christian Engelhart und Rolf Ineichen über den Türen. Pierre Kaffer sitzt in einem Audi von Alex Job Racing, Harald Proczyk fährt im Porsche von Manthey Racing. Ebenfalls in einem Porsche nehmen Wolf Henzler und auch Jörg Bergmeister Platz. Maro Engel, Sieger beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring 2016, pilotiert einen der erstmals in Amerika startenden Mercedes. Den einzigen GT3-BMW teilen sich Jens Klingmann, Maxime Martin und Jesse Krohn. Dominik Farnbacher bringt viel Erfahrung mit zu 3GT Racing, die ebenfalls zum ersten Mal Lexus auf amerikanischen Asphalt bringen. Sein Bruder Mario unterstützt wie auch Jeroen Bleekemolen das Team Riley Motorsports. Die Mannschaft, die letztes Jahr ihre Dodge Viper auf dem dritten Platz der GTD-Kategorie ins Ziel brachte, setzt heuer auf zwei Mercedes AMG GT3. Im zweiten der beiden Stuttgarter V8-Boliden sitzt Adam Christodoulou und mit Thomas Jäger kein Geringerer als der Entwicklungspilot des Flügeltürer-Nachfolgers. 

Auch bei den GTD-Fahrzeugen gibt es eine lange und mit viel Spannung erwartete Premiere. Es handelt sich um die beiden erstmals im Rennen zu sehenden Honda – auf dem amerikanischen Markt Acura – NSX GT3. Der Mittelmotor-Sportwagen wird auch gefahren von der ehemaligen DTM-Fahrerin Katherine Legge. Eingesetzt werden beide Autos vom sehr erfahrenen Rennstall Michael Shank Racing.

Das gesamte Rennen wird im Livestream der IMSA zu verfolgen sein. Start ist am Samstag um 20:30 Uhr MEZ. 

Saisonauftakt der WRC bei der Rallye Monte Carlo

Traditionell früh startet die Rallye-Weltmeisterschaft in die neue Saison. Vom 19. bis 22. Januar trägt die WRC ihren ersten Saisonlauf aus. Ebenso traditionell geschied dies bei der Rallye Monte Carlo in den französischen Seealpen.Die 85. Ausgabe der ‚Monte‘ ist der Beginn einer neuen Ära im Rallye-Sport. Viele sprechen von der dritten Generation. Denn nach dem starken Einschnitt dem Verbot der Gruppe-B-Monster folgend, möchte man nun wieder an diese Zeit anknöpfen. Allerdings mit allen erdenklichen und geforderten aktuellen Sicherheitsstandards. So orientieren sich die Autos des Jahrgangs 2017 an den Fahrzeugen der 80er Jahre. Sie sind 20cm breiter, haben 60 PS mehr und besitzen wieder ein Mitteldifferenzial. Diese Punkte sollen neben weiteren Reglement-Anpassungen die Autos schneller und die Show spektakulärer machen.

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Nach dem Rückzug von Volkswagen am Ende der letztjährigen Saison standen all diese Änderungen bereits fest. Ebenso fest stand, dass Toyota wieder in den Kampf um die Krone des Rallyesports einsteigen wird. Zum Duell der beiden grössten Automobilkonzerne wird es jedoch nicht kommen. Beide befanden sich derzeit aber innerhalb der intensiven Entwicklungsphase. Der Polo, auf das Reglement 2017 basierend, steht fertig und homologiert im Motorsport-Zentrum in Hannover. Denn es wird noch immer an einer Vermietung inklusive Support der Fahrzeuge überlegt. Bis zum Nennschluss für die Rallye Monte Carlo ergab sich trotz zahlungskräftiger Interessenten nichts. Die Japaner probten mit Abstand am meisten, hatten sie ja auch nicht den laufenden Wettbewerb zu bewältigen.

So werden am vorletzten Januar-Wochenende zehn WRC-Prototypen nach dem aktuellen Reglement über die Startrampe rollen. Toyota Gazoo Racing wird zwei von Grund auf neu entwickelten Yaris WRC für Juho Hänninen und den ehemaligen Volkswagen-Werksfahrer Jari-Matti Latvala einsetzen. Hyundai bringt drei i20, jetzt die Coupé-Variante, für Hayden Paddon, Thierry Neuville und Daniel Sordo an die Mittelmeerküste. Auch das M-Sport-Team schickt drei ganz neuen Ford Fiesta – das Serienmodell steht erst ab März bei den Händlern – ins Rennen. Hier ist Ott Tänak zum Stammfahrer aufgestiegen, Elfyn Evans pilotiert das Auto mit der Startnummer drei. Die Startnummer eins ziert selbstverständlich das Auto des amtierenden Weltmeisters. Sebastien Ogier wechselte nach dem Ausstieg von Volkswagen zum Privatteam von Malcom Wilson. Citroen hat den kürzesten Anreiseweg und transportiert zwei neuen C3 und zwei DS3 aus dem Vorjahr zur ersten Veranstaltung des Jahres. Hinter den Lenkrädern der aktuellen Autos werden Kris Meeke sowie Stéphane Lefebvre sitzen, Craig Breen und Jourdan Serderidis steuern die Jahreswagen.

Ein Favorit auf den Sieg kann vorab niemand ausmachen. Es gab noch keinen gemeinsamen Test, also kein direktes Aufeinandertreffen der Konkurrenten. Außerdem sind rund 85% der knapp 400 gezeiteten Kilometer neu und unbekannt. Somit wird diese Rallye unter Berücksichtigung aller Neuerungen eine Spannendsten der Geschichte.

Start in die „GT3-Saison 2017“

An diesem Wochenende beginnt mit dem 24-Stunden-Rennen in Dubai die „GT3-Saison“. Am persischen Golf findet zum elften Mal das Rennen zweimal rund um die Uhr statt. Insgesamt haben sich fast einhundert Rennfahrzeuge auf die Nennliste von Veranstalter Creventi schreiben lassen. Die Niederländer gliedern die Teilnehmer in neun Klassen ein. Die bestbesetzten sind die Klassen der GT3- und der GT4-Autos. In den weiteren Klassen starten diverse Cup-Fahrzeuge, die 991-Cup-Porsche, einige Exoten und Silhouetten-Fahrzeuge und die TCR-Autos. 

Etwa ein Viertel des Starterfeldes sind GT3-Boliden. In der Klasse A6 duellieren sich hauptsächlich die Mercedes AMG GT3, die Audi R8 LMS, die Porsche 991 GT3 R und die Lamborghini Huracán GT3. Allerdings kein Ferrari, kein McLaren, kein Nissan, kein Bentley. Aufgemischt wird das Feld jedoch von einem Mercedes SLS AMG GT3, zwei Renault R.S. 01 FGT3, einer Corvette C6-ZR1 und sogar einer Dodge Viper.

Das Rennen beginnt am Freitag um 11:00 Uhr unserer Zeit und wird im Livestream unter www.24hseries.com in voller Länge zu verfolgen sein.

Mit Vollgas ins neue Jahr

Santa Claus und Rudolph sind schon lange wieder zu Hause, der Rauch der Silvesterraketen lange wieder verzogen und das Jahr 2017 schon über eine Woche alt. Trotzdem wünscht auch gt-drei.de allen noch ein ‚Frohes Neues‘. Die Redaktion plant für dieses einige Änderungen. So sollen endlich die Kategorien aktualisiert werden, teilweise auch gelöscht werden.

Es wird weiterhin hauptsächlich in die deutsche GT3-Meisterschaft, das ADAC GT Masters, und die Klasse SP9 der VLN geschaut. Selbstverständlich zählt hierzu auch das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Nach wie vor wird auch über die World-Endurance-Series mit ihrem Highlight, dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans, berichtet. Darüber hinaus soll der Rally-Weltmeisterschaft WRC wieder mehr Beachtung und eine eigene Kategorie geschenkt werden. Die neue Tourenwagen-Serie des ADAC, die TCR Germany, kommt neu hinzu. Auch diese wird auf einer neu erstellten Seite kurz erklärt sein.

Diese Änderungen werden in den kommenden Wochen durchgeführt. Hierbei verschwinden einige Rubriken, sodass sich alles auf dem aktuellsten Stand befindet. Gibt es weitere Veränderungen, wird dazu zu lesen sein.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass auch die bevorstehende Saison sehr spannend wird. Das erste Aufeinandertreffen von GT3-Autos gibt es schon am nächsten Wochenende. Dann findet in Dubai das 24h-Rennen statt, zu dem in den nächsten Tagen die wichtigsten Infos kommen.

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