Erster Sieg beim zweiten Start

Vor der zweiten Veranstaltung der Rallye-Weltmeisterschaft gab es hier keinen Vorbericht. Dies ist darin begründet, dass die einzige Neuigkeiten, die es zu vermelden gab, der erste Einsatz von Mads Östberg in dessen neuem Ford Fiesta WRC war. Nur beim nicht werksunterstützten Team M-Sport bot sich die Möglichkeit, ein aktuelles World Rallye Car zu erwerben. Und der Norweger fuhr am Donnerstagmorgen beim Shakedown der Rallye Schweden prompt die Bestzeit. Im Ziel lag er jedoch noch hinter einigen WRC2-Piloten auf Platz 15.

Als kleine Sensation darf wohl der Sieg von Toyota bezeichnet werden. Nach 17 Jahren sind die Japaner wieder in die Rallye-Weltmeisterschaft zurückgekehrt und belegten schon in den französischen Seealpen Rang zwei. Jari-Matti Latvala kletterte am 22. Januar Sebastian Ogier folgend auf die zweite Stufe des Siegerpodest. Am vergangenen Sonntag wurde ihm die Ehre zuteil, die mittlere und höchste Stufe des Podiums zu erklimmen. Bereits bei der zweiten Veranstaltung, an der Toyota teilnahm, könnte man den Sieg einfahren. Diese vor Saisonstart nicht erwarteten Ergebnisse der Japaner haben zur Folge, dass der 31-jährige Finne an der Tabellenspitze rangiert. Allgemein liegen die Leistungen der Fahrzeuge sehr dicht beisammen. Alle vier Werke agieren auf sehr ähnlichem Niveau. Leider spiegelt sich dies insbesondere bei Citroën und Hyundai aufgrund von Unfällen und anderen Zwischenfällen in den Ergebnisslisten nicht wider. Allerdings heißt dies, dass die folgenden Rallyes viel Spannung versprechen. Denn schon in Mexiko wollen sowohl die Koreaner als auch die Franzosen 25 Punkte für sich gutschreiben lassen.

Das 12-Stunden-Rennen in Australien 

Nach den äußerst spannenden und sehenswerten Rennen in Dubai und Daytona geht es an diesem Wochenende weiter. Auf der anderen Seite der Welt startet am Samstagabend unserer Zeit das 12-Stunden-Rennen von Bathurst. Dieses Rennen geht also verglichen mit den Vorangegangenen „nur“ über die halbe Distanz. Trotzdem wird es sich nicht hinter den beiden anderen Rennen verstecken müssen. Dies zeigt sich, wenn man auf die letzten Jahre zurückblickt. Ausgetragen wird das Rennen auf dem über sechs Kilometer langen Kurs zum 16. Mal. Doch erst seit 2011 gibt es eine Klasse für Autos nach GT3-Reglement. Die ‚Klasse A‘ ist in diesem Jahr mittlerweile dreigeteilt. Hier wird unterschieden in ‚Pro‘, ‚Pro-Am‘ und ‚Am‘. 2017 finden sich sage und schreibe 33 GT3-Fahrzeuge von neun Herstellern in der vorderen Hälfte der Startaufstellung wider. Die weiteren Klassen sind die der Cup-Porsche, der GT4-Autos und die der Gäste. Dies sind hauptsächlich in Australien bekannte Tourenwagen, welche die Herausforderung ebenfalls auf sich nehmen wollen. Insgesamt stehen dann am Samstagabend um 19:45 Uhr unserer Zeit 56 Rennfahrzeuge am Start. Diverse Internetportale zeigen dieses Rennen in voller Länge in deren Livestream.

Durch die Zeitverschiebung erfolgt der Start am Morgen in völliger Dunkelheit. Die Temperatur bewegt sich dann etwa bei 20’C, steigt über Tag allerdings auf circa 36’C. Erneut haben wieder viele uns bekannte Fahrer und Teams die lange Reise auf sich genommen, um im Schatten des Mount Panorama ein sehenswertes Rennen abzuliefern. Allen voran Christopher Mies, der bereits schon zweimal auf das oberste Treppchen steigen durfte. In den Jahren 2011 und 2012 war ihm dies möglich. In den Folgejahren hießen die Sieger immer anders. Der amtierende ADAC-GT-Masters-Meister saß beide Male in einem Mittelmotor-Sportwagen aus Ingolstadt. Vor vier Jahren überquerte der Mercedes SLS AMG GT3 von Bernd Schneider, Thomas Jäger und Alexander Roloff als Erster die Ziellinie. Ein Jahr später durfte sich eine Ferrari-Mannschaft in die Siegerlisten eintragen lassen, 2015 war es dann das Nissan-Team. Das Siegerfahrzeug im Vorjahr wurden in England entwickelt und trug den Namen McLaren 650S GT3. Somit gab es in sechs Ausgaben bereits fünf verschiedene Fabrikate, welche siegreich waren. 

Die Hälfte des Feldes sind GT3-Autos

Am kommenden Wochenende findet im US-Bundesstaat Florida ein weiteres prestigeträchtiges 24-Stunden-Rennen statt. Traditionell früh im Jahr stehen hier die „Rolex 24 houres of daytona“ an. Dies ist darin begründet, dass dann die Dunkelheit länger andauert. Die Strecke ist mit ihrer Kombination aus Oval und Infield für ein Sportwagen-Rennen einzigartig. Die 55. Auflage wartet mit 55 Teilnehmern auf, im Vorjahr bei der 54. Ausgabe standen 54 Fahrzeuge auf der Nennliste des Veranstalters. Die amerikanische IMSA-Serie eröffnet mit dem Rennen zweimal um die Uhr am atlantischen Ozean ihre Saison.

Seit diesem Jahr gilt für die Top-Kategorie der IMSA, die Daytona-Prototypen DPi, ein neues Reglement. Die gleichschnellen, jedoch aerodynamisch filigraneren LMP2 sind ebenfalls neu, weil auch der ACO neue Regeln ausschreibt. Keiner der Prototypen hat also je ein Rennen absolviert. Somit wird deren Erstes direkt ein extrem Hartes. 

In den GT-Klassen gibt es im Gegensatz wesentlich weniger Unbekannte. Wie in Le Mans starten in Daytona auch GT2- und GT3-Autos. Die Größere der beiden Sportwagen-Klassen, die GTLM, zählt elf Fahrzeuge. Ford beauftragt wieder sowohl das amerikanische Chip Canassi Team USA als auch das europäische Chip Canassi Team UK mit den Einsätzen je zweier Ford GT. Diese treten an gegen zwei Corvette C7.R, zwei BMW M6 GTLM, zwei der neuen Porsche 911 RSR und einen Ferrari 488 GTE. Die zwei Stuttgarter Le-Mans-GTs fahren im Südosten der USA ihr allererstes Rennen. 

Die GT3-Autos, der GTD-Kategorie der IMSA, bilden mit 27 Fahrzeugen von neun Herstellern den größten Teil des Starterfeldes. Das setzt sich zusammen aus acht Lamborghini Huracan GT3, fünf Porsche 911 GT3 R, drei Mercedes AMG GT3 und drei Audi R8 LMS GT3, zwei Ferrari 488 GT3, zwei Lexus RCF GT3 und einen BMW M6 GT3. Ebenfalls nur mit einem Auto vertritt Aston Martin seine Marke. Die Briten lassen ihren GT2-Boliden in der heimischen Garage und stellen für deren Werksfahrer einen Vantage GT3 bereit. Einer der Audi R8 LMS wird von Land Motorsport an den Start gebracht. 


Die amtierenden Meister des ADAC GT Masters, Connor De Phillippi und Christopher Mies, werden von Jules Gounon unterstützt. Beim Finale des GT Masters waren diese Fahrer noch Konkurrenten, jetzt erledigen sie die Lenkradarbeit beim ersten Start von Wolfgang Land in Florida gemeinsam. Weitere bekannte Fahrer steuern die Lamborghini von Konrad Motorsport und dem GRT Grasser Racing Team. Hier liest man Namen wie Marc Basseng, Luca Stolz, Christian Engelhart und Rolf Ineichen über den Türen. Pierre Kaffer sitzt in einem Audi von Alex Job Racing, Harald Proczyk fährt im Porsche von Manthey Racing. Ebenfalls in einem Porsche nehmen Wolf Henzler und auch Jörg Bergmeister Platz. Maro Engel, Sieger beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring 2016, pilotiert einen der erstmals in Amerika startenden Mercedes. Den einzigen GT3-BMW teilen sich Jens Klingmann, Maxime Martin und Jesse Krohn. Dominik Farnbacher bringt viel Erfahrung mit zu 3GT Racing, die ebenfalls zum ersten Mal Lexus auf amerikanischen Asphalt bringen. Sein Bruder Mario unterstützt wie auch Jeroen Bleekemolen das Team Riley Motorsports. Die Mannschaft, die letztes Jahr ihre Dodge Viper auf dem dritten Platz der GTD-Kategorie ins Ziel brachte, setzt heuer auf zwei Mercedes AMG GT3. Im zweiten der beiden Stuttgarter V8-Boliden sitzt Adam Christodoulou und mit Thomas Jäger kein Geringerer als der Entwicklungspilot des Flügeltürer-Nachfolgers. 

Auch bei den GTD-Fahrzeugen gibt es eine lange und mit viel Spannung erwartete Premiere. Es handelt sich um die beiden erstmals im Rennen zu sehenden Honda – auf dem amerikanischen Markt Acura – NSX GT3. Der Mittelmotor-Sportwagen wird auch gefahren von der ehemaligen DTM-Fahrerin Katherine Legge. Eingesetzt werden beide Autos vom sehr erfahrenen Rennstall Michael Shank Racing.

Das gesamte Rennen wird im Livestream der IMSA zu verfolgen sein. Start ist am Samstag um 20:30 Uhr MEZ. 

Saisonauftakt der WRC bei der Rallye Monte Carlo

Traditionell früh startet die Rallye-Weltmeisterschaft in die neue Saison. Vom 19. bis 22. Januar trägt die WRC ihren ersten Saisonlauf aus. Ebenso traditionell geschied dies bei der Rallye Monte Carlo in den französischen Seealpen.Die 85. Ausgabe der ‚Monte‘ ist der Beginn einer neuen Ära im Rallye-Sport. Viele sprechen von der dritten Generation. Denn nach dem starken Einschnitt dem Verbot der Gruppe-B-Monster folgend, möchte man nun wieder an diese Zeit anknöpfen. Allerdings mit allen erdenklichen und geforderten aktuellen Sicherheitsstandards. So orientieren sich die Autos des Jahrgangs 2017 an den Fahrzeugen der 80er Jahre. Sie sind 20cm breiter, haben 60 PS mehr und besitzen wieder ein Mitteldifferenzial. Diese Punkte sollen neben weiteren Reglement-Anpassungen die Autos schneller und die Show spektakulärer machen.

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Nach dem Rückzug von Volkswagen am Ende der letztjährigen Saison standen all diese Änderungen bereits fest. Ebenso fest stand, dass Toyota wieder in den Kampf um die Krone des Rallyesports einsteigen wird. Zum Duell der beiden grössten Automobilkonzerne wird es jedoch nicht kommen. Beide befanden sich derzeit aber innerhalb der intensiven Entwicklungsphase. Der Polo, auf das Reglement 2017 basierend, steht fertig und homologiert im Motorsport-Zentrum in Hannover. Denn es wird noch immer an einer Vermietung inklusive Support der Fahrzeuge überlegt. Bis zum Nennschluss für die Rallye Monte Carlo ergab sich trotz zahlungskräftiger Interessenten nichts. Die Japaner probten mit Abstand am meisten, hatten sie ja auch nicht den laufenden Wettbewerb zu bewältigen.

So werden am vorletzten Januar-Wochenende zehn WRC-Prototypen nach dem aktuellen Reglement über die Startrampe rollen. Toyota Gazoo Racing wird zwei von Grund auf neu entwickelten Yaris WRC für Juho Hänninen und den ehemaligen Volkswagen-Werksfahrer Jari-Matti Latvala einsetzen. Hyundai bringt drei i20, jetzt die Coupé-Variante, für Hayden Paddon, Thierry Neuville und Daniel Sordo an die Mittelmeerküste. Auch das M-Sport-Team schickt drei ganz neuen Ford Fiesta – das Serienmodell steht erst ab März bei den Händlern – ins Rennen. Hier ist Ott Tänak zum Stammfahrer aufgestiegen, Elfyn Evans pilotiert das Auto mit der Startnummer drei. Die Startnummer eins ziert selbstverständlich das Auto des amtierenden Weltmeisters. Sebastien Ogier wechselte nach dem Ausstieg von Volkswagen zum Privatteam von Malcom Wilson. Citroen hat den kürzesten Anreiseweg und transportiert zwei neuen C3 und zwei DS3 aus dem Vorjahr zur ersten Veranstaltung des Jahres. Hinter den Lenkrädern der aktuellen Autos werden Kris Meeke sowie Stéphane Lefebvre sitzen, Craig Breen und Jourdan Serderidis steuern die Jahreswagen.

Ein Favorit auf den Sieg kann vorab niemand ausmachen. Es gab noch keinen gemeinsamen Test, also kein direktes Aufeinandertreffen der Konkurrenten. Außerdem sind rund 85% der knapp 400 gezeiteten Kilometer neu und unbekannt. Somit wird diese Rallye unter Berücksichtigung aller Neuerungen eine Spannendsten der Geschichte.

Start in die „GT3-Saison 2017“

An diesem Wochenende beginnt mit dem 24-Stunden-Rennen in Dubai die „GT3-Saison“. Am persischen Golf findet zum elften Mal das Rennen zweimal rund um die Uhr statt. Insgesamt haben sich fast einhundert Rennfahrzeuge auf die Nennliste von Veranstalter Creventi schreiben lassen. Die Niederländer gliedern die Teilnehmer in neun Klassen ein. Die bestbesetzten sind die Klassen der GT3- und der GT4-Autos. In den weiteren Klassen starten diverse Cup-Fahrzeuge, die 991-Cup-Porsche, einige Exoten und Silhouetten-Fahrzeuge und die TCR-Autos. 

Etwa ein Viertel des Starterfeldes sind GT3-Boliden. In der Klasse A6 duellieren sich hauptsächlich die Mercedes AMG GT3, die Audi R8 LMS, die Porsche 991 GT3 R und die Lamborghini Huracán GT3. Allerdings kein Ferrari, kein McLaren, kein Nissan, kein Bentley. Aufgemischt wird das Feld jedoch von einem Mercedes SLS AMG GT3, zwei Renault R.S. 01 FGT3, einer Corvette C6-ZR1 und sogar einer Dodge Viper.

Das Rennen beginnt am Freitag um 11:00 Uhr unserer Zeit und wird im Livestream unter www.24hseries.com in voller Länge zu verfolgen sein.

Mit Vollgas ins neue Jahr

Santa Claus und Rudolph sind schon lange wieder zu Hause, der Rauch der Silvesterraketen lange wieder verzogen und das Jahr 2017 schon über eine Woche alt. Trotzdem wünscht auch gt-drei.de allen noch ein ‚Frohes Neues‘. Die Redaktion plant für dieses einige Änderungen. So sollen endlich die Kategorien aktualisiert werden, teilweise auch gelöscht werden.

Es wird weiterhin hauptsächlich in die deutsche GT3-Meisterschaft, das ADAC GT Masters, und die Klasse SP9 der VLN geschaut. Selbstverständlich zählt hierzu auch das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Nach wie vor wird auch über die World-Endurance-Series mit ihrem Highlight, dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans, berichtet. Darüber hinaus soll der Rally-Weltmeisterschaft WRC wieder mehr Beachtung und eine eigene Kategorie geschenkt werden. Die neue Tourenwagen-Serie des ADAC, die TCR Germany, kommt neu hinzu. Auch diese wird auf einer neu erstellten Seite kurz erklärt sein.

Diese Änderungen werden in den kommenden Wochen durchgeführt. Hierbei verschwinden einige Rubriken, sodass sich alles auf dem aktuellsten Stand befindet. Gibt es weitere Veränderungen, wird dazu zu lesen sein.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass auch die bevorstehende Saison sehr spannend wird. Das erste Aufeinandertreffen von GT3-Autos gibt es schon am nächsten Wochenende. Dann findet in Dubai das 24h-Rennen statt, zu dem in den nächsten Tagen die wichtigsten Infos kommen.

Die Termine des ADAC GT Masters 2017

Das ADAC GT Masters gilt als die stärkste aller nationalen GT3-Serien. Im nächsten Jahr geht diese in ihre elfte Saison. Es werden erneut die besten Mannschaften, Fahrer und Autos erwartet. Die besten Strecken sind bereits ausgewählt. So sieht der Rennkalender sehr ähnlich dem der abgelaufenen Saison aus, nur Sachsen- und Lausitzring tauschen ihre Plätze.

Begonnen wird die Saison bereits zum zehnten Mal in der Magdeburger Börde. In Oschersleben treffen sich die Teams nach einem ausgiebigen vorrangegangenen Test-Wochenende am letzten April-Wochenende zu den Läufen eins und zwei. 2016 trug man zu diesem Zeitpunkt schon das zweite Veranstaltung auf dem Sachsenring aus. Dieser wird Mitte Mai vom Lausitzring ersetzt. Hier trägt das ADAC GT Masters erneut das gemeinsame Event mit der DTM aus. Am zweiten Juni-Wochenende reist der GT-Masters-Tross nach Österreich. Auf dem Red-Bull-Ring stehen die Rennen fünf und sechs auf dem Programm. Nach einer sechswöchigen Pause wird Mitte Juli in den Niederlanden die Halbzeit gefeiert. Die Läufe sieben und acht werden auf dem sandigen Kurs in den Dünen bei Zandvoort ausgetragen. Anfang August ist man dann wieder aus dem Ausland zurück und sieht sich auf dem Nürburgring in der Eifel wieder. Nach einer weiteren sechswöchigen Unterbrechung stehen auf dem Sachsenring die Läufe elf und zwölf an. Mitte September wird sich hier jeder, der Chancen auf einen der begehrten Titel des ADAC GT Masters sieht, bemühen, bestmöglich abzuschneiden. Das Finale steigt schon eine Woche später wie bekannt auf dem Hockenheimring.

Bis auf die Veranstaltung auf dem EuroSpeedway, bei welchem die DTM ebenfalls ihre Läufe drei und vier austrägt, bleibt das Rahmenprogramm wie gehabt. Auch 2017 werden die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany ihre Rennen am selben Wochenende am gleichen Ort wie das ADAC GT Masters bestreiten.

Doch kein WRC-Ende für die VWs?

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Nachdem Ende Oktober der Ausstieg aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft von Audi verkündet war, erreichte Anfang dieser Woche eine weitere negative Meldung aus der Konzernzentrale die Motorsportwelt. Volkswagen-Entwicklungsvorstand Frank Welsch gab bekannt, dass das Engagement in der Rally-Weltmeisterschaft am Ende dieser Saison beendet wird. Genau wie die Marke mit den vier Ringen will man sich auch mit der Marke VW verstärkt auf die Elektrifizierung konzentrieren. Hier soll der Motorsport natürlich die perfekte Entwicklungsplattform darstellen. Vielmehr stecken wohl aber die enormen Kosten des Diesel-Skandals hinter der plötzlichen Veränderung der Motorsportprogramme. Beide Marken wollen sich in der Zukunftverstärkt dem Kundensport widmen. Das ist bei Audi die Fortführung des Baus des GT3-Autos R8 LMS und des neuen RS3 LMS nach dem TCR-Reglement. Bei Volkswagen wird ein neues R5-Rally-Fahrzeug gebaut und der Polo für den Rally-Cross-Sport soll weiterentwickelt werden. Die Ingolstädter intensivieren zudem noch die Partnerschaft mit dem Abt-Team in der Formel E.
Spannend ist jetzt in der Rally-Weltmeisterschaft zu sehen, was mit den jetzt plötzlich auf dem Markt verfügbaren Fahren passiert. Handelt es sich doch um den aktuell sechstplatzierten Jari-Matti Latvala, den in der Tabelle an dritter Stelle liegenden Andreas Mikkelsen und den frisch gekührten Weltmeister Sebastien Ogier. Alle drei gelten als erfahrene Top-Piloten und stehen nun alle ohne Auto da. Jedoch wollen alle im kommenden Jahr wieder in der WRC am Start stehen. Erschweren dürfte dieses aber der recht späte Zeitpunkt der Nachricht aus Hannover, denn die allermeisten Cockpilts für 2017 sind bereits vergeben.
Hyundai hat sofort nach Bekanntwerden des VW-Ausstiegs mitgeteilt, dass sie an ihren Planungen für das nächste Jahr festhalten werden.
Der französische Automobilkonzern Citroën startet weiterhin mit Kris Meeke, Craig Breen und Stephane Lefebvre. Sollte sich jedoch der vierfache Weltmeister melden, der vor seinen Jahren bei Volkswagen für die Franzosen die WRC-Rallys bestritt, werde man sich was überlegen müssen. Die beiden anderen Ex-VW-Fahrer wolle man nicht aufnehmen. Teamchef Yves Matton begründet diese Entscheidung so: „Sie sind keine Franzosen und haben keine WM-Titel“
Bei Neu-Einsteiger Toyota gilt Juho Hänninen als gesetzt. Der Finne absolvierte fast die komplette Entwicklungsarbeit für die Japaner und soll dies bei den Renn-Einsätzen weiter tun. Der zweite Fahrerplatz ist jedoch noch frei. Sein Intresse sprach Teamchef Tommi Mäkinen für alle drei VW-Fahrer aus. Wird einer verpflichtet, werden sich die verbliebenen Zwei etwas gedulden müssen. Denn ab der Rally Korsika möchte der weltgrösste Autobauer einen dritten Yaris einsetzen.
Die grössten Chancen auf einen der drei zu kriegenden Piloten, im Idealfall den amtierenden Weltmeister, werden allerdings dem Team M-Sport eingeräumt. Teamchef Malcolm Wilson und Sebastien Ogier pflegen seit Jahren einen guten Kontakt und standen bereits Ende 2011 kurz vor einer Zusammenarbeit. Damals entschied sich der 32-jährige aber gegen die Lenkradarbeit in einem Ford Fiesta RS WRC.
Seit einigen Tagen gibt es Gerüchte, dass der VW-Sponsor Red Bull ein eigenes WRC-Team aufbauen könnte und die bereits fertig entwickelten und erfolgreich getesteten Polo R WRC für 2017 von Volkswagen aufkaufen werde.

Die Zukunft der WEC und Le Mans

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Vor zwei Wochen gab Audi sein Ausstieg aus der WEC bekannt. Die Ingolstädter kehren damit nach fast zwei erfolgreichen Jahrzehnten auch dem traditionellen 24h-Rennen von Le Mans den Rücken zu. In den vergangenen achtzehn Jahren feierte die Marke mit den vier Ringen an der Sarthe beispielsweise als Erste den Sieg mit einem Dieselmotor und mit einem Hybridsystem. Grund für den Rückschritt ist die Diesel-Affäre und dessen Klagen, welche Audi mehrere Milliarden Euro kostet. Die Beendigung des Engagement im World Endurance Championchip spart dem Volkswagen-Konzern rund 500 Millionen, also eine halbe Milliarde Euro ein. Es kursieren Gerüchte, dass noch weitere Motorsportprogramme zu Ende gehen könnten. Erst letzte Woche hieß es, VW werde 2019 nicht mehr in der Rally-WM am Start stehen.
In der 2012 gegründeten WEC duellieren sich nach aktuellem Stand im kommenden Jahr nur Porsche und Toyota in der gesamtsiegfähigen Top-Klasse LMP1. Jedoch schreibt die oberste Motorsportbehörde FIA vor, eine Weltmeisterschaft muß mindestens drei verschiedene Marken vorweisen. Sonst gibt es keinen WM-Status. Und es ist kaum vorstellbar, in den Klassen LMP2, GTE-Pro und GTE-Am einen Weltmeister zu kühren, jedoch nicht bei den schnellsten und höchsten Prototypen.
Im schlimmsten Fall bricht die Spitze der Langstrecken-Weltmeisterschaft weg. Dies klingt tragisch, widerfuhr aber Ende 2011 bei den Sportwagen der GT1-Kategorie. Seitdem bilden GT2-Fahrzeuge die höchste Klasse im GT-Rennsport. GT3-Autos sind darauf folgend die Erfolgreichsten, weil meistvertretend und die Klasee GT4 verfügt über die seriennahesten Fahrzeuge. Sollte es für die Prototypen so kommen, wird die WEC mit ihrem Highlight weiter bestehen bleiben können. Die LMP2 wäre dann die schnellste Klasse. Zwar ohne Hybrid- und ähnliche Systeme, aber das ließe sich schnell durch entsprechende Regeländerungen anpassen. Selbst die GT-Klassen würden ein Fortbestehen der WEC sichern können, kommt doch 2018 BMW hinzu. Und Ford hat sein Programm mit ihrem Supersportwagen nach dem diesjährigen Sieg beim 24h-Rennen bis einschließlich 2019 verlängert.
Die LMP2-Klasse ist heuer die am stärksten besetzte. Ab der nächsten Saison gibt es jedoch einen Einheitsmotor. Das britische Unternehmen Gibson Technology fertigt für alle vier verfügbaren Chassis einen V8 mit 4,2 Litern Hubraum.
Unterhalb dieser kleineren Klasse für Le-Mans-Prototypen existiert seit zwei Jahren die Kategorie LMP3. Auch diese werden von einem Einheitsmotor mit acht Zylindern angetrieben, sind jedoch in den Abmessungen etwas kleiner und bei der Aerodynamik weniger komplex. Diese Autos könnten problemlos als weitere Klasse in der WEC und in Le Mans an den Start gebracht werden. Hier steht Kosten-Effizienz an erster Stelle. Genau dieser wird momentan bei den LMP1 nicht die meiste Beachtung geschenkt. Dies hält weitere Hersteller von einem Einstieg in die WEC ab. Der französische Automobil-Konzern Peugeot bekundet bereits seit Längerem reges Interesse, scheut aber die hohen Einsatzkosten. Bleibt es bei den hohen Ausgaben für den Start in der LMP1-Klasse bleibt die Frage, was machen Porsche und Toyota? Die Stuttgarter haben nach einem Jahr Rennpause ihre Entwicklung des neuen GT2-Fahrzeugs, dem RSR, abgeschlossen. Sie könnten den einfachsten Weg gehen und in der Profi-Klasse der GTEs antreten. Für die Japaner fielen in der WEC dann aber alle Türen zu. Der weltweit grössten Autobauer wäre gezwungen, etwas ganz Neues, womöglich ein GTE-Auto, von Grund auf mit viel Geld zu konzipieren. Man würde den Teufel an die Wand malen, wenn man vermutet, die Japaner ziehen ebenfalls den Stecker. Allerdings ging deren Ausstieg aus der Formel 1 vor einigen Jahren sehr schnell und kam damals genauso unerwartet. Zudem kostete er viel Geld, da man vertraglich gebunden war. Hochrechnungen der Hybrid-Pioniere ergaben jedoch, das das seinerzeit Eingesparte in einem neuen Betätigungsfeld, der WEC, besser investiert sei. Der Kosten-Nutzen-Faktor entscheidet hier maßgeblich mit. Und da zählt es auch, wie viele Gegner es zu schlagen gibt. Einer ist da wohl zu wenig. Und wenn dieser zudem weiter überlegen bleibt…

Letzter Saisonlauf der VLN

Zum letzten Mal in diesem Jahr trifft sich die VLN auf dem Nürburgring. Auf dem Programm steht der zehnte und damit letzte Lauf der Saison, der 41. DMV Münsterlandpokal. Die Teilnehmerliste zählt 140 Fahrzeuge, die am Samstag ins Rennen starten. Darunter befinden sich fünfzehn GT3-Autos. Zu den „üblichen Verdächtigen“ gehören je ein Audi R8 LMS von Car Collection, Phoenix und Land, sowie die beiden BMW M6 von Walkenhorst und deren Z4. Die beiden Mercedes GT von HTP und der von Haribo wurden genauso erwartet wie die Porsche von Frikadelli, Manthey und der Wochenspiegel-Mannschaft. Falken, die vor zwei Wochen noch neben dem Porsche einen BMW M6 dabei hatten, sind beim Finale gar nicht am Start. Der Testlauf – man wollte sehen, wie sich die Pneus an einem andersartigem Konzept (Frontmotor) verhalten – wurde mit Platz acht erfolgreich beendet. Einen weiteren GT3-Sportwagen aus München bringt aber das aus der DTM bekannte Team RBM in die Eifel. Erneut in der Startaufstellung steht der Nissan GT-R von Zakspeed. Als unerwartet bezeichnet werden dürfte jedoch die Einschreibung eines Bentley Continental GT3 aus dem Hause Abt. Die Bayern holen noch einmal einen ihrer GT3-Boliden aus der Garage und lassen Maxime Soulet, Andy Soucek und Christer Jöns sich die Lenkradarbeit teilen.
Ebenfalls letztmalig in diesem Jahr am Start stehen wird ein SCG003C der Scuderia Cameron Glickenhaus. Auch in der Kategorie SPX wird wie gewohnt der Sieger des letzten Laufs, der Lexus RC F GT Prototype mit Dominik und Mario Farnbacher um den Gesamtsieg kämpfen. In selbiger Klasse gibt es beim „Schinkenrennen“ – weil jeder Klassensieger einen westfälischen Schicken bekommt – eine Premiere. Audi möchte zwei der erst im letzten Monat auf dem Genfer Autosalon präsentierten A3, welcher nach dem TCR-Reglement aufgebaut wurde, unter Rennbedingungen testen. Rahel Frey und Christopher Haase sowie Jordi Gené und Kelvin van der Linde werden die beiden Tourenwagen, deren Test vor zwei Wochen zufriedenstellend verlief, pilotieren. Im kommenden Jahr wird Car Collection Motorsport mindestens einen der neuen RS 3 LMS in die VLN bringen. Da sich die TCR-Serien in ganz Europa sehr großer Beliebtheit erfreuen, ist im kommenden Jahr sogar eine eigene Klasse in der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring geplant.

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