Die Termine des ADAC GT Masters 2017

Das ADAC GT Masters gilt als die stärkste aller nationalen GT3-Serien. Im nächsten Jahr geht diese in ihre elfte Saison. Es werden erneut die besten Mannschaften, Fahrer und Autos erwartet. Die besten Strecken sind bereits ausgewählt. So sieht der Rennkalender sehr ähnlich dem der abgelaufenen Saison aus, nur Sachsen- und Lausitzring tauschen ihre Plätze.

Begonnen wird die Saison bereits zum zehnten Mal in der Magdeburger Börde. In Oschersleben treffen sich die Teams nach einem ausgiebigen vorrangegangenen Test-Wochenende am letzten April-Wochenende zu den Läufen eins und zwei. 2016 trug man zu diesem Zeitpunkt schon das zweite Veranstaltung auf dem Sachsenring aus. Dieser wird Mitte Mai vom Lausitzring ersetzt. Hier trägt das ADAC GT Masters erneut das gemeinsame Event mit der DTM aus. Am zweiten Juni-Wochenende reist der GT-Masters-Tross nach Österreich. Auf dem Red-Bull-Ring stehen die Rennen fünf und sechs auf dem Programm. Nach einer fünfwöchigen Pause wird Mitte Juli in den Niederlanden die Halbzeit gefeiert. Die Läufe sieben und acht werden auf dem sandigen Kurs in den Dünen bei Zandvoort ausgetragen. Anfang August ist man dann wieder aus dem Ausland zurück und sieht sich auf dem Nürburgring in der Eifel wieder. Nach einer gar sechswöchigen Unterbrechung stehen auf dem Sachsenring die Läufe elf und zwölf an. Mitte September wird sich hier jeder, der Chancen auf einen der begehrten Titel des ADAC GT Masters sieht, bemühen, bestmöglich abzuschneiden. Das Finale steigt schon eine Woche später wie bekannt auf dem Hockenheimring.

Bis auf die Veranstaltung auf dem EuroSpeedway, bei welchem die DTM ebenfalls ihre Läufe drei und vier austrägt, bleibt das Rahmenprogramm wie gehabt. Auch 2017 werden die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany ihre Rennen am selben Wochenende am gleichen Ort wie das ADAC GT Masters bestreiten.

Doch kein WRC-Ende für die VWs?

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Nachdem Ende Oktober der Ausstieg aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft von Audi verkündet war, erreichte Anfang dieser Woche eine weitere negative Meldung aus der Konzernzentrale die Motorsportwelt. Volkswagen-Entwicklungsvorstand Frank Welsch gab bekannt, dass das Engagement in der Rally-Weltmeisterschaft am Ende dieser Saison beendet wird. Genau wie die Marke mit den vier Ringen will man sich auch mit der Marke VW verstärkt auf die Elektrifizierung konzentrieren. Hier soll der Motorsport natürlich die perfekte Entwicklungsplattform darstellen. Vielmehr stecken wohl aber die enormen Kosten des Diesel-Skandals hinter der plötzlichen Veränderung der Motorsportprogramme. Beide Marken wollen sich in der Zukunftverstärkt dem Kundensport widmen. Das ist bei Audi die Fortführung des Baus des GT3-Autos R8 LMS und des neuen RS3 LMS nach dem TCR-Reglement. Bei Volkswagen wird ein neues R5-Rally-Fahrzeug gebaut und der Polo für den Rally-Cross-Sport soll weiterentwickelt werden. Die Ingolstädter intensivieren zudem noch die Partnerschaft mit dem Abt-Team in der Formel E.
Spannend ist jetzt in der Rally-Weltmeisterschaft zu sehen, was mit den jetzt plötzlich auf dem Markt verfügbaren Fahren passiert. Handelt es sich doch um den aktuell sechstplatzierten Jari-Matti Latvala, den in der Tabelle an dritter Stelle liegenden Andreas Mikkelsen und den frisch gekührten Weltmeister Sebastien Ogier. Alle drei gelten als erfahrene Top-Piloten und stehen nun alle ohne Auto da. Jedoch wollen alle im kommenden Jahr wieder in der WRC am Start stehen. Erschweren dürfte dieses aber der recht späte Zeitpunkt der Nachricht aus Hannover, denn die allermeisten Cockpilts für 2017 sind bereits vergeben.
Hyundai hat sofort nach Bekanntwerden des VW-Ausstiegs mitgeteilt, dass sie an ihren Planungen für das nächste Jahr festhalten werden.
Der französische Automobilkonzern Citroën startet weiterhin mit Kris Meeke, Craig Breen und Stephane Lefebvre. Sollte sich jedoch der vierfache Weltmeister melden, der vor seinen Jahren bei Volkswagen für die Franzosen die WRC-Rallys bestritt, werde man sich was überlegen müssen. Die beiden anderen Ex-VW-Fahrer wolle man nicht aufnehmen. Teamchef Yves Matton begründet diese Entscheidung so: „Sie sind keine Franzosen und haben keine WM-Titel“
Bei Neu-Einsteiger Toyota gilt Juho Hänninen als gesetzt. Der Finne absolvierte fast die komplette Entwicklungsarbeit für die Japaner und soll dies bei den Renn-Einsätzen weiter tun. Der zweite Fahrerplatz ist jedoch noch frei. Sein Intresse sprach Teamchef Tommi Mäkinen für alle drei VW-Fahrer aus. Wird einer verpflichtet, werden sich die verbliebenen Zwei etwas gedulden müssen. Denn ab der Rally Korsika möchte der weltgrösste Autobauer einen dritten Yaris einsetzen.
Die grössten Chancen auf einen der drei zu kriegenden Piloten, im Idealfall den amtierenden Weltmeister, werden allerdings dem Team M-Sport eingeräumt. Teamchef Malcolm Wilson und Sebastien Ogier pflegen seit Jahren einen guten Kontakt und standen bereits Ende 2011 kurz vor einer Zusammenarbeit. Damals entschied sich der 32-jährige aber gegen die Lenkradarbeit in einem Ford Fiesta RS WRC.
Seit einigen Tagen gibt es Gerüchte, dass der VW-Sponsor Red Bull ein eigenes WRC-Team aufbauen könnte und die bereits fertig entwickelten und erfolgreich getesteten Polo R WRC für 2017 von Volkswagen aufkaufen werde.

Die Zukunft der WEC und Le Mans

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Vor zwei Wochen gab Audi sein Ausstieg aus der WEC bekannt. Die Ingolstädter kehren damit nach fast zwei erfolgreichen Jahrzehnten auch dem traditionellen 24h-Rennen von Le Mans den Rücken zu. In den vergangenen achtzehn Jahren feierte die Marke mit den vier Ringen an der Sarthe beispielsweise als Erste den Sieg mit einem Dieselmotor und mit einem Hybridsystem. Grund für den Rückschritt ist die Diesel-Affäre und dessen Klagen, welche Audi mehrere Milliarden Euro kostet. Die Beendigung des Engagement im World Endurance Championchip spart dem Volkswagen-Konzern rund 500 Millionen, also eine halbe Milliarde Euro ein. Es kursieren Gerüchte, dass noch weitere Motorsportprogramme zu Ende gehen könnten. Erst letzte Woche hieß es, VW werde 2019 nicht mehr in der Rally-WM am Start stehen.
In der 2012 gegründeten WEC duellieren sich nach aktuellem Stand im kommenden Jahr nur Porsche und Toyota in der gesamtsiegfähigen Top-Klasse LMP1. Jedoch schreibt die oberste Motorsportbehörde FIA vor, eine Weltmeisterschaft muß mindestens drei verschiedene Marken vorweisen. Sonst gibt es keinen WM-Status. Und es ist kaum vorstellbar, in den Klassen LMP2, GTE-Pro und GTE-Am einen Weltmeister zu kühren, jedoch nicht bei den schnellsten und höchsten Prototypen.
Im schlimmsten Fall bricht die Spitze der Langstrecken-Weltmeisterschaft weg. Dies klingt tragisch, widerfuhr aber Ende 2011 bei den Sportwagen der GT1-Kategorie. Seitdem bilden GT2-Fahrzeuge die höchste Klasse im GT-Rennsport. GT3-Autos sind darauf folgend die Erfolgreichsten, weil meistvertretend und die Klasee GT4 verfügt über die seriennahesten Fahrzeuge. Sollte es für die Prototypen so kommen, wird die WEC mit ihrem Highlight weiter bestehen bleiben können. Die LMP2 wäre dann die schnellste Klasse. Zwar ohne Hybrid- und ähnliche Systeme, aber das ließe sich schnell durch entsprechende Regeländerungen anpassen. Selbst die GT-Klassen würden ein Fortbestehen der WEC sichern können, kommt doch 2018 BMW hinzu. Und Ford hat sein Programm mit ihrem Supersportwagen nach dem diesjährigen Sieg beim 24h-Rennen bis einschließlich 2019 verlängert.
Die LMP2-Klasse ist heuer die am stärksten besetzte. Ab der nächsten Saison gibt es jedoch einen Einheitsmotor. Das britische Unternehmen Gibson Technology fertigt für alle vier verfügbaren Chassis einen V8 mit 4,2 Litern Hubraum.
Unterhalb dieser kleineren Klasse für Le-Mans-Prototypen existiert seit zwei Jahren die Kategorie LMP3. Auch diese werden von einem Einheitsmotor mit acht Zylindern angetrieben, sind jedoch in den Abmessungen etwas kleiner und bei der Aerodynamik weniger komplex. Diese Autos könnten problemlos als weitere Klasse in der WEC und in Le Mans an den Start gebracht werden. Hier steht Kosten-Effizienz an erster Stelle. Genau dieser wird momentan bei den LMP1 nicht die meiste Beachtung geschenkt. Dies hält weitere Hersteller von einem Einstieg in die WEC ab. Der französische Automobil-Konzern Peugeot bekundet bereits seit Längerem reges Interesse, scheut aber die hohen Einsatzkosten. Bleibt es bei den hohen Ausgaben für den Start in der LMP1-Klasse bleibt die Frage, was machen Porsche und Toyota? Die Stuttgarter haben nach einem Jahr Rennpause ihre Entwicklung des neuen GT2-Fahrzeugs, dem RSR, abgeschlossen. Sie könnten den einfachsten Weg gehen und in der Profi-Klasse der GTEs antreten. Für die Japaner fielen in der WEC dann aber alle Türen zu. Der weltweit grössten Autobauer wäre gezwungen, etwas ganz Neues, womöglich ein GTE-Auto, von Grund auf mit viel Geld zu konzipieren. Man würde den Teufel an die Wand malen, wenn man vermutet, die Japaner ziehen ebenfalls den Stecker. Allerdings ging deren Ausstieg aus der Formel 1 vor einigen Jahren sehr schnell und kam damals genauso unerwartet. Zudem kostete er viel Geld, da man vertraglich gebunden war. Hochrechnungen der Hybrid-Pioniere ergaben jedoch, das das seinerzeit Eingesparte in einem neuen Betätigungsfeld, der WEC, besser investiert sei. Der Kosten-Nutzen-Faktor entscheidet hier maßgeblich mit. Und da zählt es auch, wie viele Gegner es zu schlagen gibt. Einer ist da wohl zu wenig. Und wenn dieser zudem weiter überlegen bleibt…

Letzter Saisonlauf der VLN

Zum letzten Mal in diesem Jahr trifft sich die VLN auf dem Nürburgring. Auf dem Programm steht der zehnte und damit letzte Lauf der Saison, der 41. DMV Münsterlandpokal. Die Teilnehmerliste zählt 140 Fahrzeuge, die am Samstag ins Rennen starten. Darunter befinden sich fünfzehn GT3-Autos. Zu den „üblichen Verdächtigen“ gehören je ein Audi R8 LMS von Car Collection, Phoenix und Land, sowie die beiden BMW M6 von Walkenhorst und deren Z4. Die beiden Mercedes GT von HTP und der von Haribo wurden genauso erwartet wie die Porsche von Frikadelli, Manthey und der Wochenspiegel-Mannschaft. Falken, die vor zwei Wochen noch neben dem Porsche einen BMW M6 dabei hatten, sind beim Finale gar nicht am Start. Der Testlauf – man wollte sehen, wie sich die Pneus an einem andersartigem Konzept (Frontmotor) verhalten – wurde mit Platz acht erfolgreich beendet. Einen weiteren GT3-Sportwagen aus München bringt aber das aus der DTM bekannte Team RBM in die Eifel. Erneut in der Startaufstellung steht der Nissan GT-R von Zakspeed. Als unerwartet bezeichnet werden dürfte jedoch die Einschreibung eines Bentley Continental GT3 aus dem Hause Abt. Die Bayern holen noch einmal einen ihrer GT3-Boliden aus der Garage und lassen Maxime Soulet, Andy Soucek und Christer Jöns sich die Lenkradarbeit teilen.
Ebenfalls letztmalig in diesem Jahr am Start stehen wird ein SCG003C der Scuderia Cameron Glickenhaus. Auch in der Kategorie SPX wird wie gewohnt der Sieger des letzten Laufs, der Lexus RC F GT Prototype mit Dominik und Mario Farnbacher um den Gesamtsieg kämpfen. In selbiger Klasse gibt es beim „Schinkenrennen“ – weil jeder Klassensieger einen westfälischen Schicken bekommt – eine Premiere. Audi möchte zwei der erst im letzten Monat auf dem Genfer Autosalon präsentierten A3, welcher nach dem TCR-Reglement aufgebaut wurde, unter Rennbedingungen testen. Rahel Frey und Christopher Haase sowie Jordi Gené und Kelvin van der Linde werden die beiden Tourenwagen, deren Test vor zwei Wochen zufriedenstellend verlief, pilotieren. Im kommenden Jahr wird Car Collection Motorsport mindestens einen der neuen RS 3 LMS in die VLN bringen. Da sich die TCR-Serien in ganz Europa sehr großer Beliebtheit erfreuen, ist im kommenden Jahr sogar eine eigene Klasse in der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring geplant.

Nur 2 Punkte, aber noch 2 Rennen

Am kommenden Wochenende fällt in Hockenheim die Entscheidung um den Meistertitel im ADAC GT Masters. Bei der letzten Veranstaltung der Saison werden alle vier Titel, welche die Veranstalter ausschreiben, vergeben. Der am wichtigsten angesehene dürfte neben der Team-, der Herrenfahrer- und der Juniorwertung der Fahrertitel sein. In allen Kategorien sind die Abstände sehr gering. In der Tabelle der Fahrer beträgt der Abstand zwischen den beiden Erstplatzierten Pilotenduos nur zwei Zähler. In der Jubiläums-Saison des deutschen GT3-Championats ist heuer der Titelkampf spannender als je zuvor.
Vor den Läufen dreizehn und vierzehn liegen Connor De Phillippi und Christopher Mies mit 146 Punkte an der Spitze der Wertung. Der Amerikaner kann zudem auch die Juniorwertung für sich entdscheiden. Der 23-jährige führt hier mit zwanzig Punkte vor Jules Gounon. Der Franzose und sein Partner Daniel Keilwitz sind die direkten Verfolger im Kampf in der Fahrer-Meisterschaft. Sie haben die Chance, nach 2013 zum wiederholten Male die Meisterschaft nach Leingarten zu holen. Damals gelang der Titelgewinn in einem atemberaubenden Rennen mit Vorgängermodell der in diesem Jahr erstmals eingesetzte Corvette C7.
Ebenfalls gute Voraussetzungen den Fahrertitel einzufahren hat David Jahn vom KÜS TEAM75 Bernhard. Er pilotierte den Porsche 911 in allen Läufen und sammelte dabei 116 Punkte. Die noch amtierenden Meister Luca Ludwig und Sebastian Asch haben auf der vierten Position einem Rückstand von 42 Punkten auf die Erstplatzierten. Die beiden Rennfahrer-Söhne können bei einer sehr schlechten Platzierung oder gar einem Ausfall der Mitstreiter ihren Titel verteidigen. Jedoch ist diese Chance eher theoretischer Natur sowie bei Robert Renauer und Martin Ragginger mit dem Porsche 911 und 98 Punkten. Bei noch 50 zu verteilenden ist eine Differenz von 48 Zählern nur bei zwei Rennsiegen und Doppelausfällen aller anderen Titelanwärter zu egalisieren.
Einige intressante Fahrzeug-Besetzungen gibt es zudem noch. So wird bei Schubert Motorsport Martin Tomczyk in den BMW M6 GT3 einsteigen. Der Noch-DTM-Pilot ersetzt Louis Delétraz und biltet wie schon beim Saisonauftakt mit Jesse Krohn ein starkes Duo. Bei Aust Motorsport nimmt Pierre Kaffer hinter dem Lenkrad des Audi R8 LMS Platz. Da Marco Bonanomi aus aus terminlichen Gründen passen muß, unterstütz der ehemalige DTM-Fahrer Mikaela Åhlin-Kottulinsky. Seine Erfahrung im GT Masters ist übersichtlich. Seine bisher einzigen Rennen absolvierte er 2007 in einem Jaguar XKR GT3 bei Emil Frey Racing. Zum ersten Mal am Start im ADAC GT Masters steht Stéphane Ortelli, der aktuell in dem britischen Sportwagen sitzt. Der Le Mans-Sieger des Jahres 1998 teilt sich die Lenkrad-Arbeit mit Christopher Haase im zweiten Audi R8 LMS von Land-Motorsport. Vor achtzehn Jahren leuchtete das Stuttgarter Wappen auf der Haube seines damaligen Arbeitsgeräts. In dem Mittelmotor-Sportwagen aus Ingolstadt gilt der Franzose als einer der Fahrer mit der meisten Erfahrung. Der 46-Jährige hat sich gemeinsam mit dem GT Masters-Meister aus 2007 als Ziel gesetzt, die Mannschaft um Wolfgang Land optimal zu ünterstützen. Denn das Team aus dem Westerwald führt in seiner Premieren-Saison nicht nur in der Fahrer-, sondern auch in der Junior- und der Teamwertung.
Am Samstag und am Sonntag sind beide Läufe wie gewohnt beim Privatsender Sport1 und im Stream zu verfolgen. Die Live-Übertragungen beginnen jeweils um 13:00 Uhr.

Wieder ein Fahrzeugwechsel in der SP9

An diesem Wochenende findet in der Eifel der achte Saisonlauf zur Langstreckenmeisterschaft statt. Für den 48. ADAC Barbarossapreis haben sich dreizehn GT3-Fahrzeuge in die Teilnehmerliste des Veranstalters eingeschrieben.
Wie schon beim vorangegangenen Rennen ist auch diesmal ein sehr interessanter Fabrikat-Wechsel zu erwähnen, ebenfalls in der Klasse der GT3-Autos. Vor zwei Wochen war es Frikadelli-Racing, die auf einen BMW M6 GT3 wechselten. Klaus Abbelen ließ seinen Porsche in der Garage und alle Fahrer nahmen das Rennen mit dem Münchener GT3-Boliden auf. Die Zieldurchfahrt nach sechs Stunden auf dem siebten Gesamtrang wurde als Erfolg verbucht.
Am Samstag wird die Besatzung des Wochenspiegel-Porsche mit einem Ferrari in der Startaufstellung stehen. Die Mannschaft um Georg Weiß lässt einen neuen 488 GT3 von Rinaldi Racing einsetzen.
Fast auf den Tag genau vor drei Jahren stand letztmalig ein GT3-Ferrari am Start eines VLN-Laufs. Damals war es der Hotel-Besitzer Pierre Ehret, der den roten Mittelmotor-Sportwagen auf die Nordschleife brachte. Es folgte die Zusammenarbeit mit Rinaldi Racing, die mittlerweile erfolgreich in den Blancpain-Serien unterwegs sind.
Der größte Erfolg der Marke mit dem springenden Pferd in der VLN dürfte neben dem zweiten Platz beim 24h-Rennen 2010 der Gesamtsieg bei der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy ein Jahr später sein. Beim von Farnbacher Racing eingesetzten Ferrari des Typs 458 handelte es sich um das GTE-Auto nach GT2-Reglement, welches 2011 auch in Le Mans am Start stand. Deshalb fuhr man seinerzeit gegen die Konkurrenten in der Klasse SP8.
Georg Weiß, Oliver Kainz und Jochen Krumbach kämpfen heuer gegen die etablierten Gegner in der Klasse der GT3-Fahrzeuge. Alle Fahrer sind vertraut mit ihren Autos, alles ist ihnen bekannt. Auch bei Frikadelli Racing sitzen wieder alle Fahrer wie gewohnt hinter dem Lenkrad des 911er mit der Frikadelle auf der Tür.

Besonderheit beim Jahres-Highlight

Am Samstag trägt die VLN Saisonlauf Nummer sieben aus. Im Kalender der Langstreckenmeisterschaft ist dies der Höhepunkt des Jahres, da dieses Rennen nicht über die übliche Distanz von vier Stunden, sondern über sechs Stunden geht. Die Nennliste für das „ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen“ weist 162 Anmeldungen auf. Die Klasse SP9 ist mit vierzehn Teilnehmern nach der „Cup 5“ der ‚BMW M235i Racing Cup‘-Fahrzeuge die zweitstärkste Kategorie.
Mit zwei Porsche 911 GT3 R, drei Audi R8 LMS, vier Mercedes-AMG GT3 und fünf BMW, vier M6 GT3 und ein Z4 GT3, ist das Feld der GT3-Fahrzeuge relativ ausgeglichen. Einen der BMW M6 GT3 werden Norbert Siedler, Patrick Huismann, Sabine Schmitz und Klaus Abbelen pilotieren. Das ‚Frikadelli-Racing-Team‘ lässt den Porsche in der heimischen Werkstatt. Beim sechsten Lauf zur VLN hatte dieser aufgrund eines Feuers im Motor erheblichen Schaden davongetragen. Nach Aussage des Teamchefs konnte der 911er in den zwei Wochen zwischen den Rennen nicht instand gesetzt werden. Deshalb habe man sich für den Fahrzeug-Wechsel entschieden. Viel mehr scheint es aber, wie schon im Jahre 2012 darum zu gehen, ob die Mannschaft aus Barweiler weiterhin mit einem Porsche die Läufe in der Langstreckenmeisterschaft bestreitet. Damals testete der Frikadellen-Produzent bei Schubert den BMW Z4 GT3 und beim folgenden Lauf bei Rowe-Racing einen Mercedes SLS AMG GT3. Jedoch gesellte er alleine sich zum jeweiligen Team. Es ging, wie wahrscheinlich diesmal auch, um einen eventuellen Markenwechsel. Ein solcher wurde seit der Teamgründung vor über zehn Jahren noch nie vollzogen. Da es aber wie vor vier Jahren heute erneut Unstimmigkeiten bei der Balance of Performance für den Porsche gibt, könnte die Treue zur Stuttgarter Marke bald ein Ende haben. Final entschieden für den GT3 aus dem Hause BMW hat sich der 55-jährige allerdings noch nicht.

GT Masters und VLN am selben Wochenende

Nachdem sowohl das 24h-Rennen in Spa-Francorchamps sowie auch die Läufe neun und zehn des ADAC GT Masters aus zeitlichen Gründen nur kurz beziehungsweise gar nicht erwähnt wurden, schaut gt-drei.de jetzt weiter nach vorne. Und zwar auf die kommenden zwei Tage. An diesem Wochenende findet mit dem 39. RCM DMV Grenzlandrennen der Start in die zweite Saisonhälfte der VLN statt. Die Langstreckenmeisterschaft ist also nach fünf Wochen Sommerpause wieder zurück. Im ADAC GT Masters sprechen Einige vom Schlußspurt oder gar vom Halbfinale. Das deutsche GT3-Championat trägt in Zandvoort die Läufe elf unud zwölf aus, bedeutet die vorletzte Veranstaltung 2016. Während vor dem Rennen in der Eifel noch überhaupt nicht über den Ausgang der Meisterschaft gedacht wird, rechnen die Teams im GT Masters schon eifrig. Vor den beiden Wettkämpfen in den holländischen Dünen liegen Daniel Keilwitz und Jules Gounon an der Spitze der Fahrerwertung. Ebenso ihr Team Callaway Competition in der Mannschaftswertung. Die Corvette-Piloten haben nach dem schlechten Wochenende am Nürburgring noch einen Vorsprung auf Christopher Mies und Connor de Phillippi von vierzehn Punkten. Das bedeutet, wenn die Fahrer des Audi R8 das Rennen am Samstag gewinnen und der amerikanische V8-Bolide Platz fünf oder schlechter belegt, sind das deutsch-amerikanische Duo Meisterschaftsführende. Die Mannschaft von Wolfgang Land verfolgt genau dieses Ziel. Andere Audi-Teams wiederum werden nicht zu sehen sein. Den beiden Fahrzeuge von APR Motorsport sind nach den Läufen in Österreich vom DMSB alle Starts untersagt worden. Grund ist der Fund eines zusätzlichen Teils zur Unterdrückung von Verwirbelungen vor dem Restriktor in der Airbox – verboten. Nicht ganz so düster sieht es bei Car Collection Motorsport aus. Die Mannschaft von Peter Schmidt verzichtet auf die Starts in Zandvoort, ist aber in Hockenheim wieder dabei. Arbeitlos bleibt der Audi R8 LMS aber trotzdem nicht. Er steht am Samstag Mittag auf dem Nürburgring in der Startaufstellung.
Wo dem ADAC GT Masters einige Autos fernbleiben, gibt es in der VLN einige erwähnenswerte Punkte. So wird Thorsten Schubert einen zweiten BMW M6 GT3 in die Eifel transportieren. Phoenix Racing hingegen setzt wieder auf die bewährte Fahrer-Paarung Frank Stippler und Anders Fjordbach, die schon die beiden Auftakt-Rennen gewinnen konnten. Insgesamt werden 152 Fahrzeuge zum Rennen im Schatten der erwürdigen Nürburg antreten.

Jahres-Highlight der GT3-Szene

An diesem Wochenende findet in Belgien mit dem 24h-Rennen das Highlight des Jahres statt. Zumindest dürften das die Fans der GT3-Autos so sehen. Denn bei keiner anderen Veranstaltung stehen so viele Fahrzeuge der GT3-Kategorie am Start. Nicht weniger als 65 Autos von elf verschiedenen Marken kämpfen 24 Stunden um den Sieg. Neben den Favoriten aus dem Hause Mercedes zeigten die Audi ebenfalls eine sehr gute Performance. Im freien Training mischte der topbesetzte McLaren des Garage-59-Team ganz vorne mit.Auch Bentley machte mehrfach positiv auf sich aufmerksam. Insgesamt zeigt sich das gesamte Feld sehr ausgeglichen, was ein spannendes Rennen verspricht.
Der Vorjahres-Sieger wird nicht mit von der Partie sein. Denn MarcVDS hat sich Ende letzten JAhres aus der Blancpain-Serie, zu welcher dieses Renne zählt, zurückgezogen. Die Fahrer, die sich für den Sieg mit dem BMW Z4 GT3 verantwotlich zeigen, sitzen in anderen Autos. Die Meisten findet man in den Rowe-BMWs wider.
Im Live-Stream wird das Rennen komplett zu sehen sein. gt-drei.de wünscht viel Spaß!

Nissan wieder da, Mercedes in der Sommerpause

Die VLN bestreitet am kommenden Samstag mit dem 56. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen ihren fünften Lauf in dieser Saison. Insgesamt besteht ein Jahr in der Langstreckenmeisterschaft bekanntlich aus zehn Veranstaltungen. Zum Halbzeit-Rennen vermeldet der Veranstalter 151 Fahrzeuge auf der Nennliste. Die Klasse SP9 ist dabei mit zwölf Startern nicht die schlechtest besetzte Klasse. Jedoch ist diese Anzahl deutlich kleiner als bei den Rennen vor dem 24h-Rennen. Auffällig ist, dass die kleinste Startnummer der Mercedes AMG GT3 von Black Falcon trägt. Hierbei handelt es sich zudem auch um das einzige Fabrikat, welches vor einigen Wochen das Jahres-Highlight mit einem Vierfach-Sieg beenden konnte. Lediglich ein weiterer Sportwagen aus Affalterbach, ein SLS GT3 aus dem Vorjahr, wird von HTP Motorsport an den Nürburgring gebracht.

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Das Team Zakspeed aus Niederzissen unweit des Rings setzt an diesem Wochenende nur auf den Nissan GT-R Nismo GT3. Nachdem beim 24h-Rennen schon nach etwa einem Drittel Schluß war und beim vierten Lauf zur VLN der Nissan in der Garage blieb, wollen es die Männer um Teamchef Peter Zakowski nun wissen. Die amtierenden ADAC GT Masters -Meister Luca Ludwig und Sebastian Asch zwängen sich dafür in die Sitzschale des japanischen Turbo-Sportwagen. Das Frontmotor-Konzept ist zu vergleichen mit dem des im Mercedes. Einzig der Turbo fehlt im AMG-Hecktriebler. Die Schwaben verbauen weiterhin den V8-Sauger, der bereits in den vergangenen Jahren im SLS AMG GT3 erstklassige Erfolge verbuchte.
Eine weitere bemerkenswerte Auffälligkeit in der Starterliste ist die Fahrerpaarung im Ford GT von Alzen Motorsport. Hier wechseln sich Uwe Alzen und Mike Stursberg mit der Arbeit hinter dem Lenkrad ab. Der Grund dafür wurde bereits zuvor schon erwähnt. Auch das Haribo-Racing-Team setzt wie beim vierten Lauf keinen seiner GT3-Mercedes ein. Ende Juni standen zumindest noch drei der neuen Flügeltürer-Nachfolger in der Startaufstellung.

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