24-Stunden-Rennen Nürburgring

Es ist wieder soweit! An diesem Wochenende findet zum 45. Mal das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt. Bis auf die Mercedes-Arena wird die gesamte Strecke, bestehend aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife, befahren. Der „Hauck-Haken“ dient wie schon in den Jahren zuvor als Fahrerlager für die ’24-Stunden-Classics‘. Auch diesmal werden wieder über 200.000 Zuschauer erwartet. Die meisten von ihnen sind bereits am Ort des Geschehens eingetroffen und haben ihre Lager auf den Wiesen und Campingplätzen rund um die Rennstrecke aufgebaut. Heute begann für sie mit dem ‚Adenauer Racing Day‘ das Programm. Am Nachmittag präsentierten alle Teilnehmer ihre Fahrzeuge in dem kleinen Ort am Rande des Rings indem sie diesen durchfuhren. Morgen Nachmittag geht es auf der Strecke mit dem ersten freien Training los. Am Abend folgt dann das erste Qualifying, welches bis eine halbe Stunde vor Mitternacht andauert. Am Freitag Morgen steht das zweite Qualifying an. Abends gehen dann die siebzehn bereits qualifizierten und die Schnellsten der beiden Qualifikation-Sessions ins Top-30-Qualifying. Die Autos die bereits qualifiziert sind werden weiter unten nochmal aufgeführt. Am frühen Morgen des Samstags ist die Boxengasse am Ende letztmalig vor dem Rennen zweimal um die Uhr zum Warm-up geöffnet.

Hier eine Übersicht der Teilnehmer des Top-30-Qualifyings:

Team | Auto | Fahrer

Manthey-Racing | Porsche 991 GT3 R | Frédéric Makowiecki

Falken Motorsports | Porsche 991 GT3 R | Martin Ragginger

W Racing Team | Audi R8 LMS | Robin Frijns

Manthey-Racing | Porsche 991 GT3 R | Mathieu Jaminet

Frikadelli Racing | Porsche 991 GT3 R | Michael Christensen

Haribo Racing | Mercedes-AMG GT3 | Maximilian Götz

HTP Motorsport | Mercedes-AMG GT3 | Christian Hohenadel

Scuderia Cameron Glickenhaus | SCG003C | Felipe Fernández Laser

Walkenhorst Motorsport | BMW M6 GT3 | Christian Krognes

Manthey-Racing | Porsche 991 GT3 R | Sven Müller

Black Falcon | Mercedes-AMG GT3 | Maro Engel

Falken Motorsports | BMW M6 GT3 | Stef Dusseldorp

Scuderia Cameron Glickenhaus | SCG003C | Jeff Westphal

Phoenix Racing | Audi R8 LMS | Mike Rockenfeller

Team Schnitzer | BMW M6 GT3 | Marco Wittmann

Team Abt | Bentley Continental GT3 | Christopher Brück

Land Motorsport | Audi R8 LMS | Christopher Mies

W Racing Team | Audi R8 LMS | Nico Müller

WTM Racing | Ferrari 488 GT3 | Jochen Krumbach

Black Falcon | Mercedes-AMG GT3 | Adam Christodoulou

Team Schnitzer | BMW M6 GT3 | Augusto Farfus

Land Motorsport | Audi R8 LMS | Connor De Phillippi

Team Abt | Bentley Continental GT3 | Christian Mamerow

Black Falcon | Mercedes-AMG GT3 | Daniel Juncadella

HTP Motorsport | Mercedes-AMG GT3 | Maximilian Buhk

Rowe Racing | BMW M6 GT3 | Alexander Sims

Rowe Racing | BMW M6 GT3 | Philipp Eng

Schubert Motorsport | BMW M6 GT3 | Jesse Krohn

Team Abt | Bentley Continental GT3 | Maxime Soulet

HTP Motorsport | Mercedes-AMG GT3 | Indy Dontje

Bis auf die zwei Fahrzeuge der Scuderia Cameron Glickenhaus, die in der SPX-Klasse gemeldet sind, handelt es sich bei den restlichen Teilnehmern des Top-30-Qualifyings um GT3-Autos. Die Entry-List zählt insgesamt 34 Rennboliden in der Klasse SP9. Es fehlen also drei BMW M6 GT3 und ebenfalls drei Mercedes AMG GT3. Obwohl diese sechs auch zu den Schnellsten gehören, bekommen sie keine blaue Lampe. Denn nur die ersten dreißig Autos bekommen dieses begehrte Accessoires in die Windschutzscheibe.

Die DTM zu Besuch beim ADAC GT Masters

So oder umgekehrt lässt sich das kommende Wochenende wohl umschreiben. Denn das ADAC GT Masters gastiert auf dem Lausitzring. Dort werden die Läufe drei und vier ausgetragen. Die zweite Veranstaltung der aktuellen Saison ist insofern etwas besonderes, da diese zusammen mit der DTM stattfindet. Die Tourenwagen-Serie und die Sportwagen-Serie bestreiten je ein Rennen am Samstag und eines am Sonntag. Das Motorsport-Festival findet nach großen Zuspruch im vergangenen Jahr zum zweiten Mal statt und ist erst das vierte Mal, dass DTM und GT Masters am gleichen Wochenende auf der selben Strecke ihre Rennen fahren. 

Viele GT-Masters-Piloten sind auch schon in der DTM an den Start gegangen. Maximilian Götz beispielsweise, Champion im Jahre 2012, kehrte in diesem Jahr nach zwei Jahren in der DTM zurück ins GT Masters. Oder Rahel Frey, die einige Jahre in der deutschen Tourenwagen-Serie einen Audi A4 pilotierte, ehe sie bei Yaco Racing in den R8 LMS stieg.

Nicht nur viele Fahrer, sondern auch ganze Mannschaften kennen die DTM von vorher. Das Team von Peter Mücke startet in diesem Jahr erstmals mit gleich drei Sportwagen im GT Masters. Ebenfalls die Premieren-Saison in der deutschen GT3-Serie ist es für das BMW Team Schnitzer. Die Mannschaft rund um Charly Lamm setzt zwar derzeit nur den einzigen M6 GT3 ein, jedoch konnte dieser beim zweiten Lauf schon einen Sieg gutschreiben. 

Um den Sieg oder gar Siege geht es natürlich den Meisten. Das Grasser Racing Team möchte seinen ersten Erfolg einfahren. In der Blancpain GT Endurance Series blickt man nach vier absolvierten Rennen auf drei Siege zurück. Der beste Lamborghini Huracán in der Meisterschaftstabelle ist einer von HB Racing auf Platz neun. Ebenfalls Handlungsbedarf dürfte bei den Titelverteidigern aus dem Rennstall von Wolfgang Land bestehen. Christopher Mies und Connor de Phillippi belegen aktuell nur den siebten Tabellenplatz. Keiner der beiden stark vertretenen Fahrzeug-Typen konnte eines der ersten beiden Rennen gewinnen. Es geht also spannend weiter. Ob Porsche nach Änderungen der BoP immer noch vorne mitmischt? Und ob BMW seinen Sieg wiederholen kann? Oder ob andere Marken die Siegerlisten auflockern? Beide Läufe inklusive den vorangegangenen Qualifyings werden wie gewohnt live bei Sport1 und im Stream zu sehen sein.

Fortsetzung zum Saisonstart des ADAC GT Masters

… Die Zwillinge Marc und Dennis Busch, die ihren Audi R8 LMS einige Jahre in der VLN einsetzten, haben also ihr Betätigungsfeld gewechselt. Außerdem ist ihr Unternehmen neuer Serien-Sponsor. Jedes Fahrzeug im GT Masters trägt das Firmenlogo auf den seitlichen Endplatten des Heckflügels. Ebenfalls neu in der deutschen GT3-Serie ist das aus der DTM bekannte Team von Peter Mücke. Er bringt sofort drei Autos an den Start, zwei davon tragen die vier Ringe auf der Haube. Je zwei weitere Audis kommen von der Audi Sport Racing academy, von Aust Motorsport und von Land Motorsport. Hinter den Lenkrädern der Ingolstädter Sportwagen sitzen Meister wie Connor de Phillippi, Christopher Mies, Christopher Haase und Kelvin van der Linde.  Der Lamborghini Huracán wird im Jahr 2017 mit acht Autos zweitstärkster Vertreter sein. Die Mannschaft von HB Racing hat gleich drei der italienischen Mittelmotor-Sportwagen gemeldet, einer pilotiert von Norbert Siedler, bekannt aus einigen Porsche-Cockpits. Die selbe Anzahl an Fahrzeugen stehen vom GRT Grasser Team auf der Nennliste, zwei kommen wieder von Attemto Racing. Das GT3-Fahrzeug, von dem im Vorjahr nur das Team Zakspeed zwei an den Start rollte, wird heuer fünf Mal zu sehen sein. Die Meister von 2015 sind erneut mit ihren beiden Mercedes AMG GT3 zugegen. Einen weiteren hat das Team Mücke Motorsport neben ihren beiden Audis im Renntransporter. Und HTP Motorsport ist wieder zurück. Nach  dem einen Jahr mit Bentley und einem Jahr Abstinenz sind wieder zwei der AMG-Sportcoupés Einsatzgerät. Die Sportwagen-Ikone aus Stuttgart wird vier mal im Feld des ADAC GT Masters zu sehen sein. Die Mannschaft rund um Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard stockt in diesem Jahr auf. Sie setzt nach der erfolgreichen Premieren-Saison zwei 911 GT3 R ein. Nur einen bringt Herberth Motorsport in die Magdeburger Börde, einen weiteren erneut Schütz Motorsport. Mit einer Corvette C7 GT3-R, welche von Callaway Competition gänzlich ohne Werksunterstützung entwickelt und aufgebaut wird, versuchen die Vize-Meister des Vorjahres ihren letztjährigen Tabellenplatz zu verbessern. Ein zweites Auto dieser Marke, jedoch jetzt vom aktuellen Typ, bringt RWT Racing mit zur ersten Veranstaltung. Ebenfalls zwei Fahrzeuge hat MRS GT-Racing in die Teilnehmerliste einschreiben lassen. In Ochersleben wird allerdings nur einer ihrer Nissan GT-R Nismo GT3 am Start stehen. Die Arbeit am Lenkrad erledigt Remo Lips und der ebenfalls aus Porsche-Dienste bekannte Patrick Huismann. Als Einzelkämpfer darf wohl der einzige BMW M6 GT3 im Feld bezeichnet werden. Allerdings steht hinter diesem Einsatz die DTM-erfahrene Mannschaft vom BMW-Team Schnitzer. 

Somit stehen in der elften Saison erneut über 30 GT3-Autos am Start. Das ADAC GT Masters ist die einzige aller GT3-Serien auf nationaler Ebene, die ihr Starterfeld nicht mit Fahrzeugen anderer Klassen auffüllen muß. In allen anderen Ländern ist das Interesse in den letzten Jahren zurück gegangen. In Frankreich beispielsweise mischen mittlerweile einige LMP3-Prototypen mit, damit die französische GT-Meisterschaft bestehen bleiben kann. In England sind es GT4-Autos, die den Fortbestand der Serie garantieren. In Deutschland gibt es für interessierte Rennställe sogar noch eine weitere Möglichkeit, einen GT3 fahren zu lassen. Die Klasse SP9 in der VLN Langstrecken-Meisterschaft für eben jene Fahrzeuge ist seit mehreren Jahren eine der, wenn nicht sogar die bestbesetzte Klasse auf der Nordschleife des Nürburgrings. Und das auch noch bei den Läufen nach dem 24-Stunden-Rennen.

gt-drei.de unterwegs 

Leider konnte der Bericht zum Start der GT-Masters-Saison 2017 nicht rechtzeitig fertiggestellt werden. Grund dafür ist, wie auf dem Bild zu sehen, eine terminliche Überschneidung, die es mir nicht zuließ, den Artikel zu beenden.

Elfte Saison des ADAC GT Masters beginnt

Am letzten April-Wochenende beginnt die diesjährige Saison des ADAC GT Masters in Ochersleben. Die meisten der für dieses Jahr eingeschrieben Fahrzeuge sind bereits vor zwei Wochen aufeinander getroffen. Bei den Vorsaisontests auf eben jener Strecke auf der die Läufe eins und zwei ausgetragen werden. In der Magdeburger Börde waren am 11. und 12. April 30 Autos unterwegs, um sich optimal auf die nun startende elfte Saison der erfolgreichsten nationalen GT3-Serie vorzubereiten. Am Samstag stehen 32 GT3-Boliden verteilt auf 18 Teams am Start. Die meisten von ihnen setzen auf den Mittelmotor-Sportwagen aus Ingolstadt. Nicht weniger als zehn Exemplare sind Audi R8 LMS. Je eines bringen Yaco Racing und die Neulinge von Twin Busch Motorsport in die deutsche GT3-Serie.  …

Qualifikationsrennen vor dem Jahres-Highlight

An diesem Wochenende findet das Qualifikationsrennen zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt. Dabei handelt es sich nicht um ein weiteres VLN-Rennen, Veranstalter ist der ADAC. Hintergedanke bei der Einführung dieser Veranstaltung vor drei Jahren war die Qualifikation für das Top-30-Qualifying vor dem 24-Stunden-Rennen. Dabei werden die Startpositionen der schnellsten 30 Autos festgelegt. Aktuell ist die Qualifikation dafür auch bei den vorher abgehaltenen Läufen zur Langstrecken-Meisterschaft möglich.  << Teilnahmeberechtigt sind die jeweils zehn bestplatzierten Fahrzeuge aus dem Zeittraining sowie die fünf bestplatzierten Fahrzeuge im Rennen des 24h-Qualifikationsrennen im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens. Außerdem zum Top 30-Qualifying werden jeweils die vier Bestplatzierten aus den VLN-Rennen im Vorfeld des 24h-Rennens eingeladen. Die übrigen der 30 insgesamt Plätze werden mit den schnellsten Fahrzeugen aus dem Zeittraining des 24-Stunden-Rennens aufgefüllt. >> (Wikipedia.de)

Das Rennen, welches sich über sechs  Stunden erstreckt, wird am Sonntag ausgetragen. Dann werden 103 Rennwagen, also rund die Hälfte eines VLN-Starterfeldes, auf der Start- und Zielgeraden des Nürburgrings stehen. 29 davon tragen in ihrer Typenbezeichnung den Zusatz ‚GT3‘. Die Verteilung der Marken verhält sich etwa so wie beim zweiten VLN-Lauf. Da zierte wie auch jetzt die meisten Motorhauben das BMW-Emblem. Erstmals in dieser Saison hat Franz  Konrad einen seiner grünen Lamborghini Huracàn gemeldet. Natürlich startet die hessische Mannschaft, um beim Top-30-Qualifying antreten zu dürfen. Alle, die bereits qualifiziert sind oder sich in den weiteren Klassen messen, bestreiten dieses Rennen quasi als zusätzliches VLN-Rennen. Eben als ein Testlauf unter Rennbedingungen.

Die Vorbereitung auf Le Mans beginnt

Am Osterwochenende gastiert die Langstrecken-Weltmeisterschaft zum Start ins sechste Jahr in England. Nach vielen Diskussionen und Überlegungen nach dem Ausstieg von Audi wird diese Saison mit nur vier Autos in der Top-Kategorie LMP1 ausgetragen. Beim zweiten Lauf und dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans wird Toyota jedoch ein drittes Fahrzeug an den Start bringen. Die Unterteilung in LMP1-H für die Hybrid-Prototypen der Werke und LMP1-L (Light) für private Teams fällt weg. Nach dem Wechsel der Rebellion-Mannschaft in die Klasse LMP2 fährt das Team ByKolles nicht mehr in einer eigenen Klasse. Deren weiterhin einziges Auto ist in diesem Jahr mit einem Nissan-Motor ausgerüstet. Es handelt sich um das Aggregat, das der japanische Konstrukteur vor zwei Jahren in seinem frontangetriebenen Frontmotor-LMP1 einbaute. Beim Fahrzeug von Colin Kolles ist der Motor jedoch hinter dem Fahrersitz vor der Hinterachse montiert. Ex-Formel 1-Fahrer Robert Kubica, wie Anfang des Jahres vermeldet, wird nicht einer der Piloten sein.

Bei den LMP2-Autos gibt es ohne Details zu nennen die wohl größte Neuerung. Die kleinen Prototypen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Reglementänderungen deutlich schneller. Bei Testfahrten in Aragon vor der Saison waren die Rundenzeiten auf dem selben Level wie die der privaten LMP1 im letzten Jahr. Die in der WEC ausschließlich zu sehenden Oreca-Chassis mit Gibson-Einheitsmotor sollen in Le Mans bis auf weniger als vier Sekunden zu den großen LMP1 aufgeschlossen haben. Die Veranstalter überlegen die Zeiten zum Nachtanken durch kleinere Durchflußmengen zu erhöhen, um den Abstand der beiden Klassen zu vergrößern. 

In den beiden GT-Klassen gibt es nur zu erwähnen, dass Porsche wieder mit Werksunterstützung vertreten ist. Die Zeiten, welche bei den Vorsaisontests zustande kamen, sind vielversprechend. Positiv zu berichten gibt es ebenfalls noch über die Zusage zur WEC von Aston Martin für die anstehenden fünf Jahre.

Alle Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft werden ab diesem Jahr live bei Sport1 übertragen. Der langjährige Partner Eurosport wird lediglich noch vom 24-Stunden-Rennen aus Frankreich wie gewohnt in voller Länge berichten. 

Bei den Aufeinandertreffen vor dem ersten Saisonlauf war Toyota schneller als Porsche. Zurückzuführen ist dies nicht nur auf die großartige Vorbereitung über den Winter beider Hersteller, sondern auch auf unterschiedliche Aerodynamik-Kofigurationen. In den vergangenen Jahren erlaubte das Reglement noch deren drei pro Saison, heute um Kosten einzusparen nur noch zwei. Somit wird das Low-Downforce-Paket mit wenig Abtrieb für die schnelleren Kurse sein, das High-Downforce-Paket folglich für die winkligeren Strecken, die höheren Abtrieb erfordern. Porsche möchte für das Rennen zweimal rund um die Uhr Mitte Juni bestens vorbereitet sein und meldete für den Saisonauftakt beide Autos mit dem Low-Downforce-Paket, welches auf der langen Hunaudières-Geraden und dem schnellen Stück zwischen Mulsanne und Arnage sowie den Porsche-Kurven Vorteile hat. Dieses Aero-Paket war auch in Aragon und in Monza an beiden Fahrzeugen verbaut, weil das High-Downforce-Paket sich noch in Weissach in der Entwicklung befindet. Porsche wird die Konfiguration mit dem höherem Anpressdruck am Nürburgring verbaut haben. Jetzt in Silverstone dürfte demnach Toyota klar bevorteilt sein. In Spa-Francorchamps, dem zweiten Saisonlauf vor dem Rennen an der Sarthe, wird sich dieses Kräfteverhältnis wohl wieder anders darstellen.

Dritte Veranstaltung in Österreich

Auf dem Red-Bull-Ring ist heute das dritte Rennen der 24h-Series gestartet. Allerdings ist es wie schon in Mugello erneut ein Rennen über 12 Stunden. Auch dieses wird wieder in zwei Abschnitte geteilt. So wurden heute dreieinhalb Stunden der Renndistanz absolviert, morgen der verbleibende Rest. Alle Infos, Zeiten, Live-Timing sowie den Livestream gibt’s wie gewohnt unter 24hseries.com

Wieder fast 200 Autos am Nürburgring

Der zweite Lauf der Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring steht bevor. Am kommenden Samstag starten wie schon beim ersten Lauf vor zwei Wochen fast 200 Rennfahrzeuge ins Rennen. Die Starterliste zählt exakt 193 Teilnehmer auf, von denen 31 in der Klasse SP9 gemeldet sind. Beim 42. DMV 4-Stunden-Rennen stehen also drei GT3-Autos weniger am Start. Einer dieser ist der Nissan GT-R GT3 Nismo aus dem Hause Zakspeed. Eine weitere auffällige Lücke in der Entry-List befindet sich hinter dem einen Bentley Continental GT von Abt. Die Mannschaft aus dem Allgäu bringt nur einen ihrer GT3-Sportcoupes mit in die Eifel. Das Team aus Bahrweiler, unweit des Rings, stockt hingegen die Anzahl seiner Fahrzeuge auf. Das Frikadelli Racing Team hat diesmal einen zweiten Porsche 911 GT3 R in ihrem Renntransporter.

Ansonsten sind in der GT3-Kategorie nicht viele Änderungen zum verherigen Rennen zu sehen. Es sind erneut zehn Fahrzeuge von BMW vertreten, neun M6 und ein Z4. Dei Kollegen mit dem Stern im Kühlergrill sind mit acht Autos dabei, die drei Audi-Mannschaften setzen wieder fünf Mittelmotor-Sportwagen ein. Sieben Porsche werden am Samstag auf die Strecke gehen, sowie der schon erwähnte Bentley und der wieder reparierte Wochenspiegel-Ferrari.

Nicht auf der Nennliste zu finden ist ein GT3-Lamborghini, den beim ersten Lauf Franz Konrad fahren lassen wollte. Der Lamborghini Huracan von Dörr Motorsport ist jedoch in der Klasse SP8 gemeldet. Dieser Startet nicht in der GT3-Klasse SP9, weil es sich vom Konzept her um ein Fahrzeug aus dem italienischen Markenpokal, der Super Trofeo, handelt. Biem ersten VLN-Lauf gab es Probleme mit dem Heckflügel bei der technischen Abnahme vor dem Rennen.


Ab dem jetzt anstehenden zweiten Lauf möchte das Team aus Frankfurt am Main aber voll durchstarten. Nicht zuletzt auch, weil der Geldgeber ‚Giti Tires‘ mit Sitz in Shanghai, endlich wissen wollen, zu was ihre Reifen leisten können. Man hat sich bewusst die Nordschleife ausgesucht, weil die VLN eine der wenigen Rennserien ist, in der es keine Einheitsreifen eines Lieferanten gibt. Mit den Piloten Domoínik Schwager und Philipp Wlazik, bekannt aus den Teams der Alzen-Brüder, drehen zwei sehr erfahrene Jungs am Lenkrad. Zudem kann Rainer Dörr und seine Angestellten auf viele Jahre auf dem Nürburgring zurückblicken. Wir alle erinnern uns noch an die BMW Z4 GT3 und den anschließenden spektakulären Wechsel auf einen McLaren MP4-12C GT3, welcher beim 24h-Rennen 2014 auf der Pole Position stand.

Beim Rennen am Samstag wird es mehr Konkurenz in der Klasse SP8, in der der Dörr-Lambo eingeschrieben ist, geben. Das Aston Martin Test Centre rollt einen Vantage S mit V12 unter der langen Haube in die Startaufstellung, Bernd Kleeschulte einen BMW M3 GTR. Desweiteren sind auf der Liste der VLN-Spezials über vier Liter Hubraum zwei Autos aus dem Hause Lexus zu finden. Eines ist ein Coupe des Typs RCF, das andere eine Limosine mit der Bezeichnung ISF CCS-R. Die GT3-Fahrzeuge des japanischen Herstellers werden in dieser Saison auf der Nordschleife nicht zu sehen sein.

Alle Teilnehmer arbeiten akribisch auf das 24h-Rennen hin. Jeder möchte optimal vorbereitet sein. Nicht zu vergessen ist die Qualifikation für das Top-30-Qualifying im Vorfeld des Jahres-Highlights. Diese erreicht aber nur der, der vordere Platzierungen vorweisen kann. Nach diesem Lauf gibt es dafür nur noch das 24h-Qualifikationsrennen am 23. April. Die Fahrzeuge, welche bei den VLN-Rennen eins, zwei oder dem Qualirennen zu den Schnellsten gehörten, kämpfen nicht nur um die 30 ersten Startplätze beim 24h-Rennen, sondern erhalten auch die begehrte blaue Lampe.

Saisonstart der VLN

Mit der ’63. ADAC Westfalenfahrt‘ startet die VLN am kommenden Samstag in ihre 41. Saison. Wenige Tage vor dem ersten Lauf zählte die Entry-List fast 200 Einschreibungen – beim 24h-Rennen sind maximal 190 Starter zugelassen. An diesem letzten März-Wochenende weist die Teilnehmerliste 194 Fahrzeuge auf.

Der erste Eintrag, die Startnummer 3 auf jener Liste ist zugleich ein sehr interessanter Neuling. Zwar gab es in der vergangenen Saison einen Testlauf, dieses Jahr möchte Falken Motorsport den BMW M6 GT3 bei allen VLN-Rennen und dem 24h-Rennen an den Start bringen. Der bekannte mint-blaue Porsche des japanischen Reifen-Produzenten bleibt der Nordschleife uneingeschränkt erhalten. Diesen wird in diesem Jahr der neue Porsche-Werksfahrer, Laurens Vanthoor, pilotieren. 

Insgesamt starten am Samstag Mittag 34 GT3-Autos in das Rennen über vier Stunden. Zehn davon kommen aus München. Bis auf den BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport, in dem auch Claudia Hürtgen Platz nehmen wird, sind alle aktuelle M6 Coupés. Annähernd genauso viele, nämlich exakt neun Exemplare, haben einen Stern auf dem Kühlergrill. Mercedes-Benz beabsichtigt damit nichts anderes, als sich optimal auf eine Wiederholung des Sieges beim 24h-Rennen – 2016 gab es einen 4-fach-Erfolg – vorzubereiten. Die beiden weiteren deutschen GT3-Konstrukteure schicken je fünf ihrer Fahrzeuge in den ersten Saisonlauf. Ein Porsche wurde zu Anfang bereits erwähnt. Weitere drei kommen aus Meuspath von Manthey Racing, einer wie gewohnt aus Bahrweiler. Klaus Abbelen wird jedoch schon beim zweiten Rennen in zwei Wochen noch einen 911 GT3 R mitbringen. Bei Audi sind der belgischen WRT-Mannschaft und dem amtierenden GT-Masters-Team von Wolfgang Land Werksunterstützung beim 24h-Rennen zugesichert worden. Beide Rennställe haben zwei Einsatzfahrzeuge dabei. Phoenix Racing, nun auf sich allein gestellt, hat ein Auto vorbereitet. Das langjährige Audi-Team Abt ist mit zwei Bentley Continental GT vertreten. Die Briten möchten unbedingt beim Jahreshighlight siegreich sein und haben dafür sogar ihr Engagement im ADAC GT Masters gestrichen. Desweiteren werden ein Lamborghini Huracán (Konrad), ein Nissan GT-R Nismo (Zakspeed) und ein Ferrari 488 in der GT3-Klasse SP9 am Start stehen. Der italienische Mittelmotor-Sportwagen gehört Georg Weiss und wird von Rinaldi Racing betreut. 

Bis zum letzten Lauf des vergangenen Jahres war der 58-jährige Besitzer einer Druckerei der Marke Porsche treu und nahm die Unterstützung von Manthey Racing inkauf. Das Design wird dem das Wochenspiegel-Porsche gleich sein. Die neue Herausforderung wird das Fahrer-Quartett unverändert in Angriff nehmen. 

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