Qualifikationsrennen vor dem Jahres-Highlight

An diesem Wochenende findet das Qualifikationsrennen zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt. Dabei handelt es sich nicht um ein weiteres VLN-Rennen, Veranstalter ist der ADAC. Hintergedanke bei der Einführung dieser Veranstaltung vor drei Jahren war die Qualifikation für das Top-30-Qualifying vor dem 24-Stunden-Rennen. Dabei werden die Startpositionen der schnellsten 30 Autos festgelegt. Aktuell ist die Qualifikation dafür auch bei den vorher abgehaltenen Läufen zur Langstrecken-Meisterschaft möglich.  << Teilnahmeberechtigt sind die jeweils zehn bestplatzierten Fahrzeuge aus dem Zeittraining sowie die fünf bestplatzierten Fahrzeuge im Rennen des 24h-Qualifikationsrennen im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens. Außerdem zum Top 30-Qualifying werden jeweils die vier Bestplatzierten aus den VLN-Rennen im Vorfeld des 24h-Rennens eingeladen. Die übrigen der 30 insgesamt Plätze werden mit den schnellsten Fahrzeugen aus dem Zeittraining des 24-Stunden-Rennens aufgefüllt. >> (Wikipedia.de)

Das Rennen, welches sich über sechs  Stunden erstreckt, wird am Sonntag ausgetragen. Dann werden 103 Rennwagen, also rund die Hälfte eines VLN-Starterfeldes, auf der Start- und Zielgeraden des Nürburgrings stehen. 29 davon tragen in ihrer Typenbezeichnung den Zusatz ‚GT3‘. Die Verteilung der Marken verhält sich etwa so wie beim zweiten VLN-Lauf. Da zierte wie auch jetzt die meisten Motorhauben das BMW-Emblem. Erstmals in dieser Saison hat Franz  Konrad einen seiner grünen Lamborghini Huracàn gemeldet. Natürlich startet die hessische Mannschaft, um beim Top-30-Qualifying antreten zu dürfen. Alle, die bereits qualifiziert sind oder sich in den weiteren Klassen messen, bestreiten dieses Rennen quasi als zusätzliches VLN-Rennen. Eben als ein Testlauf unter Rennbedingungen.

Die Vorbereitung auf Le Mans beginnt

Am Osterwochenende gastiert die Langstrecken-Weltmeisterschaft zum Start ins sechste Jahr in England. Nach vielen Diskussionen und Überlegungen nach dem Ausstieg von Audi wird diese Saison mit nur vier Autos in der Top-Kategorie LMP1 ausgetragen. Beim zweiten Lauf und dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans wird Toyota jedoch ein drittes Fahrzeug an den Start bringen. Die Unterteilung in LMP1-H für die Hybrid-Prototypen der Werke und LMP1-L (Light) für private Teams fällt weg. Nach dem Wechsel der Rebellion-Mannschaft in die Klasse LMP2 fährt das Team ByKolles nicht mehr in einer eigenen Klasse. Deren weiterhin einziges Auto ist in diesem Jahr mit einem Nissan-Motor ausgerüstet. Es handelt sich um das Aggregat, das der japanische Konstrukteur vor zwei Jahren in seinem frontangetriebenen Frontmotor-LMP1 einbaute. Beim Fahrzeug von Colin Kolles ist der Motor jedoch hinter dem Fahrersitz vor der Hinterachse montiert. Ex-Formel 1-Fahrer Robert Kubica, wie Anfang des Jahres vermeldet, wird nicht einer der Piloten sein.

Bei den LMP2-Autos gibt es ohne Details zu nennen die wohl größte Neuerung. Die kleinen Prototypen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Reglementänderungen deutlich schneller. Bei Testfahrten in Aragon vor der Saison waren die Rundenzeiten auf dem selben Level wie die der privaten LMP1 im letzten Jahr. Die in der WEC ausschließlich zu sehenden Oreca-Chassis mit Gibson-Einheitsmotor sollen in Le Mans bis auf weniger als vier Sekunden zu den großen LMP1 aufgeschlossen haben. Die Veranstalter überlegen die Zeiten zum Nachtanken durch kleinere Durchflußmengen zu erhöhen, um den Abstand der beiden Klassen zu vergrößern. 

In den beiden GT-Klassen gibt es nur zu erwähnen, dass Porsche wieder mit Werksunterstützung vertreten ist. Die Zeiten, welche bei den Vorsaisontests zustande kamen, sind vielversprechend. Positiv zu berichten gibt es ebenfalls noch über die Zusage zur WEC von Aston Martin für die anstehenden fünf Jahre.

Alle Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft werden ab diesem Jahr live bei Sport1 übertragen. Der langjährige Partner Eurosport wird lediglich noch vom 24-Stunden-Rennen aus Frankreich wie gewohnt in voller Länge berichten. 

Bei den Aufeinandertreffen vor dem ersten Saisonlauf war Toyota schneller als Porsche. Zurückzuführen ist dies nicht nur auf die großartige Vorbereitung über den Winter beider Hersteller, sondern auch auf unterschiedliche Aerodynamik-Kofigurationen. In den vergangenen Jahren erlaubte das Reglement noch deren drei pro Saison, heute um Kosten einzusparen nur noch zwei. Somit wird das Low-Downforce-Paket mit wenig Abtrieb für die schnelleren Kurse sein, das High-Downforce-Paket folglich für die winkligeren Strecken, die höheren Abtrieb erfordern. Porsche möchte für das Rennen zweimal rund um die Uhr Mitte Juni bestens vorbereitet sein und meldete für den Saisonauftakt beide Autos mit dem Low-Downforce-Paket, welches auf der langen Hunaudières-Geraden und dem schnellen Stück zwischen Mulsanne und Arnage sowie den Porsche-Kurven Vorteile hat. Dieses Aero-Paket war auch in Aragon und in Monza an beiden Fahrzeugen verbaut, weil das High-Downforce-Paket sich noch in Weissach in der Entwicklung befindet. Porsche wird die Konfiguration mit dem höherem Anpressdruck am Nürburgring verbaut haben. Jetzt in Silverstone dürfte demnach Toyota klar bevorteilt sein. In Spa-Francorchamps, dem zweiten Saisonlauf vor dem Rennen an der Sarthe, wird sich dieses Kräfteverhältnis wohl wieder anders darstellen.

Dritte Veranstaltung in Österreich

Auf dem Red-Bull-Ring ist heute das dritte Rennen der 24h-Series gestartet. Allerdings ist es wie schon in Mugello erneut ein Rennen über 12 Stunden. Auch dieses wird wieder in zwei Abschnitte geteilt. So wurden heute dreieinhalb Stunden der Renndistanz absolviert, morgen der verbleibende Rest. Alle Infos, Zeiten, Live-Timing sowie den Livestream gibt’s wie gewohnt unter 24hseries.com

Wieder fast 200 Autos am Nürburgring

Der zweite Lauf der Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring steht bevor. Am kommenden Samstag starten wie schon beim ersten Lauf vor zwei Wochen fast 200 Rennfahrzeuge ins Rennen. Die Starterliste zählt exakt 193 Teilnehmer auf, von denen 31 in der Klasse SP9 gemeldet sind. Beim 42. DMV 4-Stunden-Rennen stehen also drei GT3-Autos weniger am Start. Einer dieser ist der Nissan GT-R GT3 Nismo aus dem Hause Zakspeed. Eine weitere auffällige Lücke in der Entry-List befindet sich hinter dem einen Bentley Continental GT von Abt. Die Mannschaft aus dem Allgäu bringt nur einen ihrer GT3-Sportcoupes mit in die Eifel. Das Team aus Bahrweiler, unweit des Rings, stockt hingegen die Anzahl seiner Fahrzeuge auf. Das Frikadelli Racing Team hat diesmal einen zweiten Porsche 911 GT3 R in ihrem Renntransporter.

Ansonsten sind in der GT3-Kategorie nicht viele Änderungen zum verherigen Rennen zu sehen. Es sind erneut zehn Fahrzeuge von BMW vertreten, neun M6 und ein Z4. Dei Kollegen mit dem Stern im Kühlergrill sind mit acht Autos dabei, die drei Audi-Mannschaften setzen wieder fünf Mittelmotor-Sportwagen ein. Sieben Porsche werden am Samstag auf die Strecke gehen, sowie der schon erwähnte Bentley und der wieder reparierte Wochenspiegel-Ferrari.

Nicht auf der Nennliste zu finden ist ein GT3-Lamborghini, den beim ersten Lauf Franz Konrad fahren lassen wollte. Der Lamborghini Huracan von Dörr Motorsport ist jedoch in der Klasse SP8 gemeldet. Dieser Startet nicht in der GT3-Klasse SP9, weil es sich vom Konzept her um ein Fahrzeug aus dem italienischen Markenpokal, der Super Trofeo, handelt. Biem ersten VLN-Lauf gab es Probleme mit dem Heckflügel bei der technischen Abnahme vor dem Rennen.


Ab dem jetzt anstehenden zweiten Lauf möchte das Team aus Frankfurt am Main aber voll durchstarten. Nicht zuletzt auch, weil der Geldgeber ‚Giti Tires‘ mit Sitz in Shanghai, endlich wissen wollen, zu was ihre Reifen leisten können. Man hat sich bewusst die Nordschleife ausgesucht, weil die VLN eine der wenigen Rennserien ist, in der es keine Einheitsreifen eines Lieferanten gibt. Mit den Piloten Domoínik Schwager und Philipp Wlazik, bekannt aus den Teams der Alzen-Brüder, drehen zwei sehr erfahrene Jungs am Lenkrad. Zudem kann Rainer Dörr und seine Angestellten auf viele Jahre auf dem Nürburgring zurückblicken. Wir alle erinnern uns noch an die BMW Z4 GT3 und den anschließenden spektakulären Wechsel auf einen McLaren MP4-12C GT3, welcher beim 24h-Rennen 2014 auf der Pole Position stand.

Beim Rennen am Samstag wird es mehr Konkurenz in der Klasse SP8, in der der Dörr-Lambo eingeschrieben ist, geben. Das Aston Martin Test Centre rollt einen Vantage S mit V12 unter der langen Haube in die Startaufstellung, Bernd Kleeschulte einen BMW M3 GTR. Desweiteren sind auf der Liste der VLN-Spezials über vier Liter Hubraum zwei Autos aus dem Hause Lexus zu finden. Eines ist ein Coupe des Typs RCF, das andere eine Limosine mit der Bezeichnung ISF CCS-R. Die GT3-Fahrzeuge des japanischen Herstellers werden in dieser Saison auf der Nordschleife nicht zu sehen sein.

Alle Teilnehmer arbeiten akribisch auf das 24h-Rennen hin. Jeder möchte optimal vorbereitet sein. Nicht zu vergessen ist die Qualifikation für das Top-30-Qualifying im Vorfeld des Jahres-Highlights. Diese erreicht aber nur der, der vordere Platzierungen vorweisen kann. Nach diesem Lauf gibt es dafür nur noch das 24h-Qualifikationsrennen am 23. April. Die Fahrzeuge, welche bei den VLN-Rennen eins, zwei oder dem Qualirennen zu den Schnellsten gehörten, kämpfen nicht nur um die 30 ersten Startplätze beim 24h-Rennen, sondern erhalten auch die begehrte blaue Lampe.

Saisonstart der VLN

Mit der ’63. ADAC Westfalenfahrt‘ startet die VLN am kommenden Samstag in ihre 41. Saison. Wenige Tage vor dem ersten Lauf zählte die Entry-List fast 200 Einschreibungen – beim 24h-Rennen sind maximal 190 Starter zugelassen. An diesem letzten März-Wochenende weist die Teilnehmerliste 194 Fahrzeuge auf.

Der erste Eintrag, die Startnummer 3 auf jener Liste ist zugleich ein sehr interessanter Neuling. Zwar gab es in der vergangenen Saison einen Testlauf, dieses Jahr möchte Falken Motorsport den BMW M6 GT3 bei allen VLN-Rennen und dem 24h-Rennen an den Start bringen. Der bekannte mint-blaue Porsche des japanischen Reifen-Produzenten bleibt der Nordschleife uneingeschränkt erhalten. Diesen wird in diesem Jahr der neue Porsche-Werksfahrer, Laurens Vanthoor, pilotieren. 

Insgesamt starten am Samstag Mittag 34 GT3-Autos in das Rennen über vier Stunden. Zehn davon kommen aus München. Bis auf den BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport, in dem auch Claudia Hürtgen Platz nehmen wird, sind alle aktuelle M6 Coupés. Annähernd genauso viele, nämlich exakt neun Exemplare, haben einen Stern auf dem Kühlergrill. Mercedes-Benz beabsichtigt damit nichts anderes, als sich optimal auf eine Wiederholung des Sieges beim 24h-Rennen – 2016 gab es einen 4-fach-Erfolg – vorzubereiten. Die beiden weiteren deutschen GT3-Konstrukteure schicken je fünf ihrer Fahrzeuge in den ersten Saisonlauf. Ein Porsche wurde zu Anfang bereits erwähnt. Weitere drei kommen aus Meuspath von Manthey Racing, einer wie gewohnt aus Bahrweiler. Klaus Abbelen wird jedoch schon beim zweiten Rennen in zwei Wochen noch einen 911 GT3 R mitbringen. Bei Audi sind der belgischen WRT-Mannschaft und dem amtierenden GT-Masters-Team von Wolfgang Land Werksunterstützung beim 24h-Rennen zugesichert worden. Beide Rennställe haben zwei Einsatzfahrzeuge dabei. Phoenix Racing, nun auf sich allein gestellt, hat ein Auto vorbereitet. Das langjährige Audi-Team Abt ist mit zwei Bentley Continental GT vertreten. Die Briten möchten unbedingt beim Jahreshighlight siegreich sein und haben dafür sogar ihr Engagement im ADAC GT Masters gestrichen. Desweiteren werden ein Lamborghini Huracán (Konrad), ein Nissan GT-R Nismo (Zakspeed) und ein Ferrari 488 in der GT3-Klasse SP9 am Start stehen. Der italienische Mittelmotor-Sportwagen gehört Georg Weiss und wird von Rinaldi Racing betreut. 

Bis zum letzten Lauf des vergangenen Jahres war der 58-jährige Besitzer einer Druckerei der Marke Porsche treu und nahm die Unterstützung von Manthey Racing inkauf. Das Design wird dem das Wochenspiegel-Porsche gleich sein. Die neue Herausforderung wird das Fahrer-Quartett unverändert in Angriff nehmen. 

GT3-Klasse ist erneut Top-Kategorie

An diesem Wochenende trägt die holländische Creventic-Gruppe ihre zweite Veranstaltung in diesem Jahr aus. Dabei handelt es sich um das 12h-Rennen in Mugello, bei dem die Top-Kategorie erneut die GT3-Fahrzeuge bilden. Auf der Teilnehmerliste stehen in der Klasse A6 der GT3-Autos deren zwanzig. Sieben Mercedes AMG GT, vier Audi R8 LMS und drei Lamborghini Huracán, davon einer in Super-Trofeo-Konfiguration, treten an gegen zwei Ferrari 488, zwei Porsche 991 GT3 R und einen Renault RS01 FGT3. Verbleibt in der Aufzählung noch der Vortex V8 eines französischen Teams, der das Tempo der schnellsten Autos aber mitgehen dürfte. 

Das insgesamt 45 Autos zählende Feld wird komplettiert von den Startern in den weiteren Klassen. Dies sind die Klasse ‚991‘ der Cup-Porsche, die ‚SP2‘ für GT- und Silhouetten-Fahrzeuge und die ‚SP3‘ der GT4-Autos. Eine beachtliche Anzahl von TCR-Fahrzeugen startet in deren Klasse, sowie ein BMW M235i in der ‚Cup1‘ und noch einige Autos in der Klasse ‚A2‘.

Das Rennen wird in voller Länge und live im Stream auf 24hseries.com übertragen, aus Lärmschutzgründen aber geteilt. Heute wird von 14:00 bis 18:00 Uhr gefahren, morgen von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Die WRC in Mexiko

In diesen Tagen ist die WRC in Mexiko zu Gast. Hier trägt die Rallye-Weltmeisterschaft ihren dritten Saisonlauf aus. Es gibt im Starterfeld keine Veränderungen zur vorangegangenen Veranstaltung in Schweden. Anders sind jedoch die für die Mannschaften vorzufindenden Gegebenheiten – und das gravierend. War es in Monaco und in Schweden noch um null Grad Celsius, zeigt das Thermometer in Mexiko rund 30*C. Die Strecken liegen mehr als 2.500m über dem Meeresspiegel, was die Luft sehr dünn werden lässt. Dies hat zur Folge, dass die Motoren der Rallye-Boliden etwa ein Viertel an Leistung verlieren. Für die Fahrer bedeutet das, dasss sie ihren Fahrstil anpassen müssen. Er muss flüssiger sein, um immer wieder Schwung mitzunehmen. Denn die Beschleunigung aus Kurven und engen Ecken wird deutlich reduziert. 

Bei der ersten Rallye auf Schotter liegen die vier teilnehmenden Marken wieder sehr dicht beisammen. Nach dem Shakedown am ersten Veranstaltungstag lagen alle auf den ersten vier Rängen. Der aktuelle Stand, Chris Meeke im Citroën auf Platz eins und Thierry Neuville im Hyundai auf Rang drei, lässt vermuten, das sich nach dem dritten Lauf ein weiterer Fahrer in die 2017er Siegerliste einschreiben lassen darf.

Von Audi zu BMW

Der ehemalige DTM-Pilot Timo Scheider wechselt seinen Arbeitgeber. Nach sechzehn Jahren in der deutschen Tourenwagen-Serie trägt der 38-jährige nun das Emblem von BMW auf dem Rennoverall. Vor dem letzten Lauf in der abgelaufenen Saison teilte ihm Audi telefonisch mit, dass 2017 für ihn kein Cockpit mehr zur Verfügung stehe. Begonnen hat Timo Scheider seine DTM-Laufbahn bei Opel. Im Jahre 2006 wechselte er zu den Ingolstädtern, wo er 2008 und 2009 Meister wurde. Im Jahr 2005 pausierte er in der DTM, um im Team von Michael Bartels dessen Maserati in der FIA GT1-WM zu fahren. Am Saisonende war er Vize-Weltmeister und hatte das 24h-Rennen in Spa gewonnen. Seinerzeit war die GT1-Klasse in Belgien die Top-Kategorie.

Nun soll der ADAC-Motorsporter des Jahres 2008 seine gesamte Erfahrung bei den Münchnern einbringen. BMW wird mit nicht weniger als sechs GT3-M6 im Mai das 24h-Rennen auf dem Nürburgring angehen. Alle Fahrzeuge der Teams Schnitzer, Schubert und Rowe sind top-besetzt. Insgesamt verteilen sich 21 sehr BMW- und langstreckenerfahrene Piloten auf die Autos, welche mittlerweile ausgereifter sind als noch in der Premierensaison. 

Timo Scheider, dem aus Ingolstadt ein Jobangebot vorlag, zog es nach einigen Verhandlungen vor, nach München zu wechseln. Hier war das unterbreitete Angebot seiner Aussage nach interessanter. Nun wird er beim Jahreshighlight und bei einigen VLN-Läufen um Siege kämpfen. Parallel dazu engagiert sich Timo Scheider in diesem Jahr erstmals in der Rallyecross-Weltmeisterschaft. Hier steuert er dann einen Fiesta WRX des Teams MJP Racing , was zur Folge hat, dass er beim Qualifikationsrennen für das 24h-Rennen nicht mit von der Partie ist. Die geplante Teilnahme an den Läufen der ADAC TCR Germany mit dem eigenen Team wurde kürzlich annulliert. Der erworbene Audi RS3 LMS soll womöglich in dieser Saison vermietet werden.

Erster Sieg beim zweiten Start

Vor der zweiten Veranstaltung der Rallye-Weltmeisterschaft gab es hier keinen Vorbericht. Dies ist darin begründet, dass die einzige Neuigkeiten, die es zu vermelden gab, der erste Einsatz von Mads Östberg in dessen neuem Ford Fiesta WRC war. Nur beim nicht werksunterstützten Team M-Sport bot sich die Möglichkeit, ein aktuelles World Rallye Car zu erwerben. Und der Norweger fuhr am Donnerstagmorgen beim Shakedown der Rallye Schweden prompt die Bestzeit. Im Ziel lag er jedoch noch hinter einigen WRC2-Piloten auf Platz 15.

Als kleine Sensation darf wohl der Sieg von Toyota bezeichnet werden. Nach 17 Jahren sind die Japaner wieder in die Rallye-Weltmeisterschaft zurückgekehrt und belegten schon in den französischen Seealpen Rang zwei. Jari-Matti Latvala kletterte am 22. Januar Sebastian Ogier folgend auf die zweite Stufe des Siegerpodest. Am vergangenen Sonntag wurde ihm die Ehre zuteil, die mittlere und höchste Stufe des Podiums zu erklimmen. Bereits bei der zweiten Veranstaltung, an der Toyota teilnahm, könnte man den Sieg einfahren. Diese vor Saisonstart nicht erwarteten Ergebnisse der Japaner haben zur Folge, dass der 31-jährige Finne an der Tabellenspitze rangiert. Allgemein liegen die Leistungen der Fahrzeuge sehr dicht beisammen. Alle vier Werke agieren auf sehr ähnlichem Niveau. Leider spiegelt sich dies insbesondere bei Citroën und Hyundai aufgrund von Unfällen und anderen Zwischenfällen in den Ergebnisslisten nicht wider. Allerdings heißt dies, dass die folgenden Rallyes viel Spannung versprechen. Denn schon in Mexiko wollen sowohl die Koreaner als auch die Franzosen 25 Punkte für sich gutschreiben lassen.

Das 12-Stunden-Rennen in Australien 

Nach den äußerst spannenden und sehenswerten Rennen in Dubai und Daytona geht es an diesem Wochenende weiter. Auf der anderen Seite der Welt startet am Samstagabend unserer Zeit das 12-Stunden-Rennen von Bathurst. Dieses Rennen geht also verglichen mit den Vorangegangenen „nur“ über die halbe Distanz. Trotzdem wird es sich nicht hinter den beiden anderen Rennen verstecken müssen. Dies zeigt sich, wenn man auf die letzten Jahre zurückblickt. Ausgetragen wird das Rennen auf dem über sechs Kilometer langen Kurs zum 16. Mal. Doch erst seit 2011 gibt es eine Klasse für Autos nach GT3-Reglement. Die ‚Klasse A‘ ist in diesem Jahr mittlerweile dreigeteilt. Hier wird unterschieden in ‚Pro‘, ‚Pro-Am‘ und ‚Am‘. 2017 finden sich sage und schreibe 33 GT3-Fahrzeuge von neun Herstellern in der vorderen Hälfte der Startaufstellung wider. Die weiteren Klassen sind die der Cup-Porsche, der GT4-Autos und die der Gäste. Dies sind hauptsächlich in Australien bekannte Tourenwagen, welche die Herausforderung ebenfalls auf sich nehmen wollen. Insgesamt stehen dann am Samstagabend um 19:45 Uhr unserer Zeit 56 Rennfahrzeuge am Start. Diverse Internetportale zeigen dieses Rennen in voller Länge in deren Livestream.

Durch die Zeitverschiebung erfolgt der Start am Morgen in völliger Dunkelheit. Die Temperatur bewegt sich dann etwa bei 20’C, steigt über Tag allerdings auf circa 36’C. Erneut haben wieder viele uns bekannte Fahrer und Teams die lange Reise auf sich genommen, um im Schatten des Mount Panorama ein sehenswertes Rennen abzuliefern. Allen voran Christopher Mies, der bereits schon zweimal auf das oberste Treppchen steigen durfte. In den Jahren 2011 und 2012 war ihm dies möglich. In den Folgejahren hießen die Sieger immer anders. Der amtierende ADAC-GT-Masters-Meister saß beide Male in einem Mittelmotor-Sportwagen aus Ingolstadt. Vor vier Jahren überquerte der Mercedes SLS AMG GT3 von Bernd Schneider, Thomas Jäger und Alexander Roloff als Erster die Ziellinie. Ein Jahr später durfte sich eine Ferrari-Mannschaft in die Siegerlisten eintragen lassen, 2015 war es dann das Nissan-Team. Das Siegerfahrzeug im Vorjahr wurden in England entwickelt und trug den Namen McLaren 650S GT3. Somit gab es in sechs Ausgaben bereits fünf verschiedene Fabrikate, welche siegreich waren. 

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